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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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Silber beschlagen, während eine Stickerei darauf eine Mon-stranz darstellte, der die Worte beigeschrieben waren: Eccepanis angelornm. Jedenfalls wurde demnach in diesem Taber-nakel das Sakrament verwahrt, während ein schwarzes Mänte-lein , mit einer Veronika bestickt und mit Perlen und Edel-steinen verziert, wohl zum Zudecken der Monstranz diente,und ein andres kostbares Tuch mit einem Pelikan , der seineignes Blut zur Ernährung seiner Jungen hergiebt ein sehrbeliebtes Symbol auf Christi Opfertod, hing vor dem Sakra-ment p.

Auch ein hölzernes Jesusbild wohl ein nacktes Christ-kindlein, das man mit einem Hemd und vier verschieden-farbigen Röcken bekleiden konnte, scheint seinen Platz imhohen Chore, wenn nicht gar auf dem Hochaltar, gehabt zuhaben p.

Hinter dem Hochaltar an der Mauer stand ein grosse]'übergoldeter Sarg, vermutlich ein vergoldeter Holzsarg, wieuns einer im Margaretensarg erhalten ist, vielleicht gar dieserselbst, während rechts und links davon an der Mauer hin12 hübsche Unterscheidungen mit Bögen aufgestellt waren.Jede solche Abteilung enthielt 9 Särge in dem schon einigeMale erwähnten Heiligtumscodex von 1526 werden sie nurKestlen genannt 1 2 3 ), die zur Hälfte versilbert, zur Hälftevergoldet waren. Diese unklare Beschreibung des Inventarsvon 1525 P wird uns erläutert durch die Abbildung einersolchenUnterscheidung in dem grossen AschaffenburgerCodex. Hier sehen wir einen breiten, vorn offenen Schrank,der d Fächer übereinander aufweist, auf deren jedem dreieinfache längliche Kästchen stehen, die immer abwechselndgolden und silbern sind. Seitlich wird dieser Schrank oder

1) Inventar von 1526, Beilage 17, S. 49 *f. Das in dem Heiligtums-Verzeichnisse von 152ö (v. Terey S. 88: Gang I, 3.) erwähnte schöne neuesilberne Sakramentsgehäus, das mit Albrechts Brustbild geschmückt ist,scheint doch von dem hier erwähnten verschieden zu sein, ist dagegenwohl identisch mit dem in Albrechts Testament (Beilage 37, S. 167*) auf-geführtenganz silbernen Gehäus, das im Mainzer Dom während derFronleichnamswoche zur Aufbewahrung der Monstranz mit dem Aller-heiligsten dienen soll.

2) Beilage 17, S. 50 *

3) v. Terey S. 52 (Gang VIII, 2.).

1) Beilage 17, S. 50*.