Erdboden herabgehenden gotischen Fensteröffnungen durch-brochene Mauer ist offenbar neueren Datums, und das kleinegotische Portal, das wir jetzt östlich von ihr (also nach aussenzu) im 3. Joch der Kirche vermauert selten, hat sicherlich ur-sprünglich von letzterer aus noch in den Kreuzgang selbst ge-mündet.
Noch erübrigt, von den Fenstern und den älteren, gotischenThüröffnungen zu sprechen, die ja in ihrer Lage und Gestaltzum Teil von solchen Anbauten, wie sie zuletzt erwähntwurden, abhängig sind.
Die Fenster sind sehr einfach gehalten, nur das Fensterhinter dem Hochaltar ist durch reicheres Masswerk mit einemSternornament geschmückt. Durchgehende werden sie durchzwei Pfosten in drei Teile geteilt, deren jeder oben in einen(Spitzbogen ausläuft. Den Zwischenraum zwischen diesen Bögenund der gleichfalls spitzbogigen Fensterumrahmung füllt dasabwechselnd aus 3 Kreisen und 3 Dreipässen gebildete Mass-werk aus. An der Nordwand sind die Fenster des hier vor-gelagerten Kreuzganges wegen nur kurz, im 2. Joch von Ostenwie im ersten von Westen fehlen sie gänzlich: wahrscheinlichlehnten sich hier Klosterbauten, die sich hinter dem Kreuz-gang erhoben, an die Kirche an. Auffallend ist, dass im3. Joch, also vor dem Lettner, die Fenstereinfassung bis herabzur Empore reicht. Über der Sakristei ist dieselbe, ebendieses Anbaues wegen, ein wenig kürzer, im Chor geht siedagegen bis dicht über das Chorgestühl herab, und von der-selben Länge ist auch das Ostfenster des nördlichen Seiten-schiffs. Ausser hei jenen schon an sich kurzen Fenster-einfassungen über dem Kreuzgange nehmen die Glasfensternur den oberen Teil der steinernen Umrahmungen ein undgehen bald mehr bald weniger weit herab, während sie imSüden, ausser über dem gotischen Portal und im westlichstenJoch, bis unter die Empore herab reichen.
Da die Westseite der Kirche dicht an der Saale und deran ihr entlang führenden Stadtmauer lag, hat vermutlich seitdem Bestehen der Kirche das grosse gotische Portal an derSüdseite, am 3. Joche von Westen aus, das noch heute derMehrzahl der Frommen als Eingang dient, das-Haupteinlass-thor, ja wohl den einzigen Zugang für die Laien gebildet. An