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die „tzu Halle in unserm Na wen hause uuvorarbeith liegen“ M.Möglich, dass diese Ziegelsteine infolge eines zu reichlich an-geschafften Vorrats übrig geblieben waren, der Wortlaut deutetaber wohl vielmehr darauf hin, dass eine in Aussicht ge-nommene Arbeit unvollendet gelassen wurde. Ja es scheint,als ob der Cardinal niemals in dem Neuen Gebäude seine Hof-haltung aufgeschlagen habe: alle Urkunden, die in den 30erund anfang der 40er Jahre, noch 1544, zu Halle auf seinenNamen lautend ausgestellt worden sind, haben die nähereAngabe der Ortsbezeichnung: Sankt Moritzburg.
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Die Stiftskirche.
Wir haben die Baugeschichte des „Neuen Gebäudes“, der„Residenz“, mit in unsre Betrachtung gezogen, da dieserGebäudecomplex unsrer Meinung nach ursprünglich dazu be-stimmt war, der geplanten Universität als Stätte zu dienenund so in engster Verbindung mit dem Stifte zu stehen. Kehrenwir zu diesem selbst zurück, so haben wir dem vornehmstenTeile desselben noch eine eingehendere Betrachtung zu widmen:der Kirche.
Man hat viel und heftig gestritten, ob die Stiftskirche,heute fälschlich als „Dom“ bezeichnet, von Cardinal Albrechterbaut worden sei oder ob dieser bereits eine alte Kirche hiervorfand, die er nur für seine Zwecke einrichtete und aus-sclimückte a ).
Ursprünglich war ja, wie wir früher sahen, zur Stiftskirchedie Kapelle der Moritzburg bestimmt. Sobald aber Cardinal
1) Albrecht all deu Magdeburgischen Kanzler, Türck, dat. Mainz 7. Sept1544: Mgdb. A., Erzst. Mgdb. II 68, fol. 143 b. Gleichzeitig ergeht eineWeisung darüber an „Moritz Keiner kegensclireiber“: ebenda fol. 144 b.
2) Dreyhaupt giebt in Übereinstimmung mit den älteren Chronistenund gefolgt von den späteren Lokalhistorikern bis über die Mitte unsresJahrhunderts hinaus mit Entschiedenheit an, dass ein Neubau unter CardinalAlbrecht stattgefunden habe, ja er behauptet, die Ruinen der altenDominikanerkirclie neben dem Dome selbst noch gesehen zu haben(I)r. I 780 ff. 851.). Doch ist hiervon auf dem Plane des Olearius, denDreyhaupt selbst (nach 8.678, Tab. V) wiedergiebt, nichts zu sehen, wiebereits Wolters, Neue Mitteilungen XV, 10., richtig bemerkt. — Der An-sicht Dreyhaupts trat zuerst Lübke entgegen in seiner Gesch. der deutschenRenaissance II 1873 (Kugler, Gesch. der Baukunst V, 2) S. 816 und später