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liaus im Renaissancestil vor seinen Augen erstehen sehen. Somag' an unserm Bau manche Idee auf Schenitz zurückzuführensein. Wie weit aber sein Einfluss auf denselben gegangenist, ob er etwa clen Plan zum ganzen Gebäude entworfen hatoder ob nur Einzelheiten ihm ihre Form verdanken, das ent-zieht sich vollständig unserer Kenntnis.
Der unter Schenitz stehende Bauschreiber war ein schonseit Jahren in Albrechts Dienst beschäftigter Mann, namensGonrad Fogelsb erger 1 2 3 ). Er war der eigentliche Bau-meister in unserm Sinne, der technische Leiter des Baues.Damals finden wir ihn mit dem Abträgen des alten Hospitalsbeschäftigt. Der Erzbischof befiehlt ihm zu Anfang desJahres 1531. sich mit dieser Arbeit zu beeilen und mehr Ar-beiter einzustellen, damit man in der ersten Fastenwoche,Ende Februar, mit dem Neubau beginnen könne. Zugleichträgt er ihm und einem sonst nur dem Namen nach bekanntenJohannes Glaser von Aschaffenburg s ) auf, sie sollen zusammenmit Meister Wolf dem Zimmermann für 4—500 fl. Flossholzkaufen, oder der letztere soll gelegentlich nach Saalfeld reiten,um dort für 500 fl. Bauholz zu kaufen, das Schenitz bereitsbesichtigt hat. Auch sollen sie 60 Schock Bretter auf Vorratbestellen, damit dieselben austrocknen, bis sie zur Vertäfelungder Zimmer Verwendung finden werden®).
Zum teil aber verwandte der Cardinal zu dem Bau schonvorhandenes Material, das er aus niedergerissenen Bauten ge-wann 4 ). Die Bausteine des alten Hospitals waren unmittelbarzur Hand, nicht weit davon war auch die alte Ulrichskirche,die 1531 geräumt worden war, und schliesslich wurde manchesbrauchbare Stück auch vom Kloster zum Neuen Werk herbei-geschafft, das man 1533 abbrach 5 ).
1) Als „Bauschreiber“ wird er ausdrücklich bezeichnet in H. Schenitz’Rechnung- (Beilage 9, S. 22*) im Jahre 1532.
2) Mit dieser Herkmiftsbezeichnung- wird er in Schenitz’ Warhafftigembericht, 23 IV, aufgeführt als einer von denen, durch die der Cardinal demH. Schenitz Geld zugeschiekt hat, und zwar im Jahre 1526.
3) I! ei läge 8.
4) Siehe Beilage 12.
5) Montag nach Yiti, 16. Juli, habe man damit angefangen: berichtetOlearius 244. In der gleich zu erwähnenden Baurechnung von 1533 findetsich ein Posten: Mer von dem Newen Werck abzubrechen, thut 138 fl. 8 $.