Geschichte der Heraldik. Anhang.
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conatitutionibus et ordinationibus apostolicis ceterisquecontrariis quibuscunque. Voluinus autem quod si quandovos contra dictara Romanam ecclesiam quod absit mili-tare contigerit presentes litere nullius sint roboris velmomenti. Nulli ergo homini liceat hanc paginain nostreabsolutionis approbationis confirmationis communitionisconcessionis indulti et voluntatis infringere vel ei ausutemerario contraire. Si quis autem hoc attemptarepresumpserit indignationem omnipotentis Dei ac beato-rum Petri et Pauli Apostolorum evidenter se noveritincursurum. Datum Rome apud sanctum Petruin annoincarnationis dominice millesimo quingentesimo duode-cimo tercio decimo kalendas januarii pontificatus nostrianno deoimo.
Gratis de mandato S. D. n. Pp. Octavius de Cesis.
P. Delius. Bai: Iverdus.
[Perg. Bleierne Bulle an zwei Schnüren von gelberund rother Seide.
Nach einen, mir vom Stadtarchivar Herrn Prof.Jos. Coudre in Mülhausen besorgten treuen Abschriftdes Original-Diplomes]
83a) Wappenbrief des Herzogs Ulrich von Württem-berg für die Stadt Reutlingen. Stuttgart 29. Januar1519.
Wir Ulrich von Gottes Gnaden Herzog zu Wür-temberg und Teck, Graf zu Mömpelgardt etc. bekennenund thun offenbar mit diesen Brief. Nachdem UnsereUnterthanen, die von Reutlingen, als Wir sie erobert,und auf Ir unterthänig Bitt gnädig angenommen, Unssonderlich Überantwort haben Ir Sigel, der sie sich bis-her gebraucht, unterthänig bittend, dass wir sie gnädigberichten wollten Unsers Gemüts, wes und wie sie sichnach Unserm Gefallen mit Sigel und Zeichen haltensollen; das Wir demnach Inen gegundt, gegeben undbevohlen, gunden, geben und befehlen auch hiemit die-sem Briefe, dass sie sich eigener Besiglung in Gestaltund in Handeln wie andere Unsere Stett gebrauchenmögen und sollen, nämlich in einem Schild in 3 Theilob einander getheilt, und in dem obersten Theil einemHirschhorn, alles jetzt gemeldter Verzeichniss gemäss,und nämlich in 3 Theil ob einander getheilt, deren derober Theil geel und darinnen ein schwarz Hirschhorn,der mittel Theil roth und der unter Theil weiss sey,w ie das hienach bezeichnet steht und damit soll Irvorig Sigel, Zeichen und Fähndli, wie sie die bishergebraucht haben, nun hinfürhin ab seyn.
Zu Urkund mit Unserm anhangenden Secret be-Mgelt. Geben zu Stuttgarten auf Montag nach Con-versionis Pauli, anno Neunzehn.
[F. K. Fürst von Hohenlohe, sphragist. AphorismenS. 115].
84) Verkauf eines Haudwerks-Zeichens Nürnberg5- März 1515.
Das Agnes weylannd Hannsen Betzensteiners bur-gers zu Nürmberg seligen verlasne wittib auff dato ditsbriffs vor offem sitzendem gericht für sich vnnd ir er-benn veriehen vnnd bekanndt hat: Nachdem gedachterir hawswirtt seliger in zeitt seins lebens vnnd nachseinem absterben sie sich des Zeichens nemlich einsbischoffsstabs auff ire messer dingen zuschlagen ge-pflogen, wie sie dann solchs laut eins gerichtlichenbriffs des datum stet am Montag nach sannt Doretheentag nach Crists vnnsers lieben herrn geburd vierzehen-hundert vnnd in dem fünff und achtzigstem jar zuthunfug vnnd recht gehabt haben, dweil sie aber mit merck-lichem alter beladen, derhalb sie verursacht werd demnantwerk abzusten, hierumb hat sie in bedacht pessersirs nuz angezeigt zeichen eins auffrechten ewigen end-lichen vnwiderrufflichen kauffs recht vnd redlich ver-kauft vnnd zu kauffen gegeben, verkaufft vnnd gäbe
auch zu kauffen Steffan Geiger auch burger zu Nürm-berg vnnd allen seinen erbenn, solchs zeichen de»bischoffsstabs hinfüro zu haben zunutzenn zunniesseuzugebrauchen vnnd auff sein klingen zu schlahen, auchdamit zuthun vnnd zulassen, wie vnnd was er will vn-gehindert ir der verkaufferin iren erbenn vnnd menigk-lichs von iren wegen, wann er ir ein summa nemlichsiben gülden reinischer landswerung zu dannck pardafür aufsgericht vnnd bezalt hat, darumb sie ine vnndsein erbenn für sich vnd alle ir erbenn gar vnnd gencz-lich quit ledig vnd lofs gesagt hat. Dentur littere.Actum in judicio 2 post Reminiscere den fünfften Marcy1515.
[Nürnberger Stadtarchiv: Lit. 30, Bl. 35.
Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit 1877.No. 11.]
85) Kaiser Maximilian entäussert den Franz vonSickingen und dessen Erben wegen Majestäts-Beleidig-uug seines Adels, Stammes und Wappens, sowie allesseines Besitzes 1515.
Wir Maximilian etc. bekennen öffentlich mit diesembrieff und thun kundt allerineniglich; nachdem uns alsRöniis. Keyser, obersten Haupt der christenheyt, aussdem gewalt, darinn wir durch Schickung des allmech-tigen kommen sein, geburt und zustehet, alle undyegliche personen, so mit vernunfft und tilgenden auchgeschicklicbeyt und guten sitten begabt, sein sach auchfür andern ehrlich und redlich halten und beweisen umden stände des adels zu erheben, zu adelen vnd zuwirdigen, auch mit andren gnaden und freyheiten zubegaben und zu fürsehen, also will uns gleicher weisegeziemen, die so ihrer eitern herkommen, geburt, adelwirdigkeit, gut lob und wohlthaten durch ihre Unge-schicklichkeit, böse lästerliche fürnemen, auch freven-lichen vngehorsam und unerhörte that, und handlungvermeyligen vnd beflecken solcher wirdigkeyt, her-kommens und adels, zu eyner straff ihres lästerlichenlebens und bösen thaten, zu eynem exempel zu privirenund zu entsetzen, darmit der erbar adel, so anfänglichvon tugenden und erbaren thaten herkomen und nach-folgend von Römis. Keysern und Königen, unseren vor-farn gemehrt mnd geheuffet ist, sich solicher tugendund wohlthaten befleissen, und die so hier wider thungebührliche straffe empfahen, wann uns aber unserEm holt Tirol in namen und an statt unsers Ern-holten des Römis. Reichs, der dieser Zeit mit blödigkeytseins leibs und alters beladen ist, denen solchs iremampt nach gebühret anzeygt dass sich der, den mannennet N. von N. der von dem geschlecht der von N.herkommen geborn, auch desselbigen namens und stam-mens sein soll und sich der und derselbigen wapen undkleynot gebraucht vor kurtzuerschieuen zeit, aus eygeneinfreuentl. mutwillen vnervolget und erlanget eynigesrechten den ersamen unseren und des reichs lieben ge-treuen burgermeisteren und rath der Stadt Worms eynvhede und feindschafft zugeschrieben, und vor auchnach seiner entsatzunge, bissher mit der that in vielwege, als landkundig vnd offenbar vnd dess-halben keyner ferrer beweisung not thutmereklichen wider sie gehandelt dadurch er auss dentrefflichen bewegnussen und Ursachen in unsern Keyser-lichen achtbriefen wider ihm aussgangen, begriffen, inunser und des Heil. Reichs Acht und Aberacht gefallenund von uns als Römischen Keyser mit urtheil darinnerklert, verkündet und denuneiirt. Des alles aber ernit ersettigt gewest ist, sonder vns in unser Keyserl.Hocheit gegriffen, in dem, dass er unserm KeyserlichenChamerrichter und Beysitzern eyn vermessen trawlicheschrifft, absags weise, darfür die wol zu achten, zuge-schickt, darinn unter andern angezeyt als ob sie unserKeyserl. Chammergericht, das doch vormals durch uns,