Geschichte der Heraldik. Anhang.
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vnd Lüneborch hertzoge, Hannse und Eelmbrechte
gebrödere, gebeten de.....burgermeiater und rath-
maime itzt und tor tyd unser stad Minden unse gnadeund alles guts etc. manig valde dogentlike werck, ehr-lik und sendelik levend, truwe und vlitige deinst, derw y by jw erfahren und belart sin, und stedelik befun-den hebben, bewegen uns to jw jowelcken, also datWy iwen personell bilk mehr und für die andirn vnfenvnderhafen to errende unde werdigende geneigt sinangesein so dann vorgerorde iuwe dogentlike wesent,angeborne truwe, vnd vlitigen deinst, gy, iwe kinder,und zeliger vadet, ok . . . vor tyden darfülves toMinden uns und dem vöraterdome to brunswike gedanhebben, und noch don mögen in tokunfftigen tyden.Hierumme sette wy, kaysen, nehmen und maken jegen-werdigen in macht düfses breves, iw und iwe kindereisliken to rechten hovesind unses und des gemeinenhoves der hochgebornen fürsten unser leven söhne, hernWilhelmes, hern Frederikes, unser aller erven undnavolger in dem vörstendom Brunswick und Lüneborch.Wy willen ok unde geven iw uud iwen kindein, undnavolgenden erven alle gnade, freyheyde und rechticheidegelik unser und der obgenanten forsten unser föhneund erben, to ewigen tokünfltigen tyden, degelike undgebrodeten hoffgesinde deiner und knechte, hebben undgewinnen möchten, to allen vordegedinde befchüttenund beschermen . Förder iwe kinder und rechte geborneerven to verhögende iwe ehr und loff to mehrende, gevewy to einem teyken ewiger bevestender truwe inge-mahlden fchild und wapen, de wy in rechter to genegc-den leve utb unsen eigen wapen, nemliken einen halvengelen lawen, den fördern Deil na dem hovede uth einemgrönen felde, der nedderen helffte des fehildes fichdringende in einem roden felde, genommen hebben, datgy und iwe erven den to ehren hebben, unde darmedesegeleu, dene foiren, und malen Iaten in unsem deinste,und wor gy manck forsten, herren, graven, freygen,littern, knechten, reden, borgern und allen gemeinenVolke, riden ganstan wesen und Wanderung hebben,mit allen den freiheiden, gnaden, eren, und forderung,gük andern riddern und knechten, und allen unsemerven ter vorgemeldeden vörstendomern, und iw undiwe kinder und erven te eren. To ewigen bekandnifsedufser dinge hebbe wy unser insigel vestliken danhangen an düfen breif. Gegewen in unser ftadt Bruns-wick na der gebort Christi unsers herrn, der tahldusend veer hundert in dem negen und sechstigstenjare des negsten dienstags na aller hilligen dage .hirby und anne sin gewesen de eddelen Junckern Diete-r 'k und Mauritius hern to Plesse, de vesten herr Ludolffvon Eltze und herr Cord Ruschepoll, riddere unseleven getruwen, vnd velle unser ridder, knapen undmanne.
[Oetter Wappenbelustigung V. Stück. S. 146 f.]
72) Kaiser Friedrich bestätigt das in Nürnberg er-lassene Statut, dass kein Bürger dieser Stadt gekrönteHelme erwerben noch führen soll. d. d. Wien 19. März1470.
Wir Friedrich von Gottes Gnaden, Komischer Kay-s er, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, zu Hungeren,Salmatien, Croatien etc. König, Hertzog zu Oesterreichvnd zu Steir etc. Bekennen dafs Vns die Ersamen,Vnsere vnd dcss Reichs lieben getreuen Burgermeisterevnd Rathe der Stadt Nürnberg fürhringen lassen haben,wiewohl Sie vor etwo viel ergangen Jaren, auss guterBewegnusa vnd zu Vermeidung Vngunst, Hochfahrt vndWiderwertigkeit, vud auch damit ein ieder in seinemgebührlichen Stand bleib, ein Ordnung vnd Statut, beyschweren Poenen fürgenommen vnd geezt haben, alsodass einich Ihr Burger gekrönte Helm erwerben,haben führen vnd geprauchen solle oder möge, So werde
doch zuzeiten folches von etlichen vberfahren, vnd vonVns vnd Vnseren Vorfahren am Beich, Freiheiten, dasssie sich gekrönter heim geprauchen vnd führen mögen fur-bracht, die sich dan darwider solch ihr ordnnng vndgesez zugebrauchen vnderstehen, vnd sich darinnen derpeen in denselben freiheiten begriffen, getrösten, vndfie damit an solcher ihrer Ordnung und gesaz verhin-dert vnd geirret. Und vns demütiglich anruffen undbitten lasen, in zu bestärckung vnd handhabung dergemelten Ordnung gnadiglich zufürsehen vnd die zuconfirmirn vnd zubestetigen; wan vns nun die vorberürtOrdnung vnd Satzung erbar vnd ziniblich sein beduncketvnd gefeilig ist, so haben wir als römischer Kayserdie gnediglich vergunst, verwilligt vnd confirmirt, ver-gunsten verwilligen vnd confirmirn ihne die auch vonrömischer kayserlichen macht Vollkommenheit, wissent-lich, in krafft difs briefs vnd setzen vnd wollen, vonderselben Unser Kayserlichen Macht, dass Sy die ver-roelte Ordnung vnd Satzung hinführo vnwiderrufflichhalten, dabey bleiben, peene vnd puefs, ob fie wollen,nach ihrem gut beduncken, von neuen darauf setzen,die von einem ieden der darwider thete oder vngehor-samb würde, erfordern vnd einbringen, vnd sich einichvnser vorfahren oder nachkommen freyheiten, so gebenweren oder würden, nich irren noch verhinderen lasen,dan wir die alle vnd iede, so sie hiewider weren, oderverstanden werden möchten, vernichten, abthun vndwiderruffen, dass die hiewider nit statt haben nochzugelafen werden, noch die benante von Nürmbergdaran gegen vns dem heiligen reich noch jemand andersnit gefrevelt noch mifshandelt haben sollen oder mügen,in einicher weise. Mit Urkundt difs briefs besigelt mitvnserm Kayserlichen anhangenden insigel. Geben zuWien am Montag nach dem Sontag Reminiscere inder fasten, nach Christi geburt 1470 vnserer Reicheden Römischen im 31 des kayserthumbs im 19. vnd deshungerischen im 12. Jahren.
[Jo Schilter, scriptores rerum germanicarnm(Argentorati 1702) fol. S. 293 Chmel reg. Nr. 5966.]
73) Bischof Gebhard von Halberstadt verleiht demHenning Schütten ein heimgefallenes Wappen. 147212. Nov.
We Geverth van Gots gnaden Bisshop to Halber-statt bekennen mit dnssem Breve vor Vns Vnse Nakome-linge vn allen de, de ohne sehn edder boren lesen, vndevor alsweme, dat we Henninges Schütten vnaenleven getruwen gegeuen vnde gelegen hebben, gevenvnde ligen in Graft dusses Breues ohine und sinenBruen sodan gewapen alse dat gesiechte geheiten vanWalhusen plegen to hebben, vnde vns vnde vnsemStichte van ores Vorfalles losgestorven vnde vorleddigetsin, vnde alse de van verwen vnde anders gestalt hirin dissem Breue vorteykent an Schilde vnde an Helme,in aller maten vnde to sulkem rechte, alse de von Wal-husen de vor gehad hebben, to ernste vnde to schympein allen steden, wurome vnde sinen eruen des nott vndebehof is edder sin werdt der to brukende. Vnde willer*derseluen Wappen sin bekennige Hern wesen, wur undwanne ohme vnde sinen eruen des nott vnde behof isvnde se dat van vnsen heysschen; vnde willen ohnehebben vnde holden in Freyheit glick andern vnsenmannen der so to brukende. Des to forder bekännt-nisse hebben we vnse Ingesegel williken vnde mitguden wille heiten hengen an düfsen breif, de gegevenis na Christi vnses Hern Gebort, verteinhundert darnain twey vnde seventigsten Jare am Donrestage na sunteKaterinen Dage der hilgen Jungfruwen.
[Hagemann kl. jur. Schriften I. S. 67 f.]
73a) Kaiser Friedrich III. verleiht der Stadt Neufszur Belohnung für ihren tapferen Widerstand im Bur-