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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. Anhang.

noch tegelicheu tut, und fürbas tun sal und mag ynkünfftigen Zeiten und haben darumb mit wolbedachtemMute gutem Rate und rechter wissen, demselben Ertz-bisclioft' seinen Nachkommen und der Kirchen zu Meid-burg die nachgeschriebenen Wapen und Kleynode diesie fürmals halbe rote und halbe weiss in dem Schildeund der Panyr von Varben geteilet gehabt und gefürthaben mit eynen schwartzen fügenden Adler des Reichsuff denselben Felden durchstrichen als die hierinne mitVarben; gepilden strichen , und unterscheiden gemaletBein, gebessert geczirt, und von news gegebin und vor-lihen haben geben, bessern und verlihen in die vonRomischer Kuniglicher Machte Vollkommenheit in Krafftdisses Brives. Also dass derselbe Bischoff seine Nach-komen und die Kirche zu Meidburg furbas meer ewic-lichen solche Wapen beide in dem Schilde und Panyrfüren und der zu yrer Noitturfft gebrauchen sollen undmögen von aller meinclichen ungehindert, Mit Urkunddiss Brives versigelt mit unser Kuniglichen MajestätInsigil. Geben zu Präge nach Crists Geburt in demviertzehen hunderten Jahren an Santz Lorentztag unserReiche des Beheimischen yn dem Sechs und dreifsigstenund des Römischen in dem Fünft' und zwantzigsten Jaren.[Lentzens Stifts- und Landes-Historie von Magde-burg S. 537 f.]

51) Der Römische König Ruprecht gestattet demNicolaus Schultheiss, ein im J. 1394 erkauftes Wappenführen zu dürfen. Nürnberg 18. Januar 1403.

Rupertus etc. Ad perpetuam rei memoriam.Nicoiao Sculteti nostro et sacri imperii fideli dilectograciam regiam et omne bonum. Quamquam regalismunificencia erga vniuersos sacri imperii fideles deinnata sibi clemencia quadam generalitate merito übe-raus existat, ad illos tarnen uberius sue liberalitatisdebet dona extendere, quos pro ipsius sacri imperiihonoribus fama solempnis feruencioribus testatur studiislaborasse. Hinc est, quod, babito respectu ad tue fideiconstantiam et vtiüa sincere fideütatis oosequia, quenobis et sacro imperio Romano fideliter exhibuisti acnobis decetero exhibere poteris et debebis, idcirco denostre regie maiestatis clemencia tibi necnon a te le-gittime descendentibus hanc graciam specialein facimusauctoritate regia per presentes, quod tu et a te legit-time descendentes arma siue clenodia in presentibus de-picta, proat in suis ymaginibus, speciebus, figuris, cir-cumferenciis et coloribus pictoris artificio sunt hiedistineta et depieta, et que tu et eorum vsum pridemde anno domini milesimo tricentesimo nonagesimo quarto,feria quarta ante festum beate Walpurgis virginis, aquodam Hermanno de Wernczrüti, qui se ac suos ante-cessores eadem, pro ') ex inspectione litterarum testimo-nialium Conradi Stosser sacri imperii in ber pirs tunciudicis prouincialis ac fldelis nostri dilecti in nostrapresencia exhibitarum noscitur contineri, asseruit detu-lisse, iusto empeionis titulo comparasti, pro actuummiütarium exercicio in belüs, torneamentis et aliismiütaribus actibus quibuscunqne ubique locorum deferreet gestare übere valeatis, impedimentis quorumlibetproculmotis, armis tarnen aüorum quorumlibet sempersaluis. Quorum quidem armorum atque signorum effigieset figura in se continet in campo croceo et in galeamedietatem nigri arietis cum vngulis atque leua aurealbis. Hamm sub nostre regie maiestatis sigilli appen-sionc testimonio litterarum. Datum Nuremberg, deeimaoetava die mensis Januarü, anno domini millesimo qua-dringentesimo tercio, regni vero nostri anno tercio.Ad mandatum domini regis Vlricus de Albeck etc.[Reichsregistratur tom. A. fol. 64a. Geh. Haus-Hof-und Staatsarchiv zu Wien.l

1) so die RReg.; lies prout.

52) Schmaßmann Herr zu Rappoltstein verleihtseinem Pfeifer Henselin das Königreich fahrenderLeute, welches ihm Heintzmann Gerwer der Pfeifer,aufgesandt hat. 1400.

Ich Schmaßman Herre zu Bappoltzstein Tun kunnmengelichen mit diesem briefe, die in ansehent oderhorent lesen, nu oder hornach. Alfs seliger gedecht-nufse min lieber Herre vnd Vatter selige Herr Brunewieland Herre zu Rappoltzftein, das KunigrichVarender Lüte zwifchen Hagenower Vorste vnd derByrse, dem Ryne vnd der Virst vor ziten verliehenhett, Heintzmann Gerwer dem Pfiffer. Dasselbe Kunigrich der genante min Herr vnd Vatterselige von sine Altvorderen Herren zu Rappotzstein,yewellen, als lange das, das nieman verdencket, zueinem rechten erbe lehen gehabt hant. Und ich vndmin Bruder Virich ouch Herr zu Rappoltzsstein nu zeziten das selbe lehen ouch zu lehen hant von demHeiligen Römischen Riche. Vnd aber nu der vorge-dacht Heintzman Gerwer der Pfiffer mir dasselbe Am-bacht das Kunigrich Varender Lüten, vffgeben hat, vonKrangheit wegen sins libes, das er das nit bewerben,geCuchen noch versorgen mag (Als das harkommen vndbillich ist) So erkönne ich mich mit diesem mime offe-nem briefe fir mich, vnd den Ejenanten Vlrichen minenBruder, das ich daz selbe Kunigrich Varender Lütedas Ambacht geliehen habe, vnd lihe es ouch mitdiesem mime offenem briefe, mit willen des egenantenHeintzeman Gerwers des Pfiffers, Henselin, mime Pfif-fer vnd varendem manne. Alfo daz er das selbe Kunig"rieh vnd Ambacht, für basser me fol haben, besizzen,nuzzen vnd niefsen, glicher wife, vnd in aller der mas-sen, als es sine voruarenen, des selben Ambachtesvon der Herfchafft wegen von Rappoltzstein ge-nutzzet vnd gonofsen hant One alle gevernde. Vnddarumb so bitte ich alle Fürsten geistliche vnd welt-liche, Alle Herren, Ritter, Knechte, Stette vnd menge-lichen den diser minn brief gezöiget wurd, das sie demegenannten Henselin mime varenden manne der varen-den Lüte Kunig getriewüche beraden vnd beholffensigent Und in fchutzzent und fchirment zu dem selbenAmbachte, min, vnd mins bruders egenannt, lehen, zuallem dem, do zu er denne recht habe, von des selbenSies Ambachts, mins lehens, wegen, vnd durch minsgewilligen dienstes willen. Vnd vmb daz ich den allenwelle das tunt, vnd mich das fürkumt iemer destehalt wil tunt, waz ich weis das Inen liep und dienstist. Vnd des zu Urkunde so habe ich SchmaßmanHerre zu Rappoltzstein vorgenant min Ingesigel tunhäneken an difen brieff. Der geben wart zu R a p o 11 z-w i 1 e r an dem nechsten Cistage nach dem heilig eBOstertage. Do man zalte von Gottes geburte Vierzehenhundert Jare.

[Jo. Fr. Scheid, de jure in musicos. Argentor. 1719-S. 47 f.].

53) Wappenbesserung des Römischen Königs Wen-zel für Rapper von Rosenharz. d. d. Prag 23. Decemb-1411.

Wir Wenczlaw von gotes gnaden Romischer kuntgzu allen Zeiten Merer des Reich» vnd kunig zu BeWÖ*Bekennen vnd tun kunt öffentlich mit diesem D " u . eallen den | die In sehen oder hören lesen, das Wirhaben an gesehen manigfaldige dinste vnd trewe | alsder Strenge Rapper von Rosenharz Vnser vnd desReichs lieber getrewer | vns vnd dem heiligen Reich Iofte vnd dicke nuzlich vnd willich erzeiget vnd getanhat | vnd fürbas tun sol vnd mag in künftigen Zeiten vnahaben Im dorumb mit wolbedachtem mute I gutem Ratevnd rechterwissen | disebesunde gnade getan | vndtunlmdie _ mit craft diz briues | vnd Romischer kunigü cnermacht | das er seineErbWappen | als die von seinenEJtern