A_ n h a n g.
Urkunden.
1) Im Lehenhofe des Patriarchen von Aglei wirdgeurtheilt, dass nur der Nichtritterbürtige, welcher mitZustimmung des Landesherrn Ritter geworden, lebens-fähig sei und sich ritterlicher Ehren bedienen dürfe.1267.
Ködern anno, cum d. Henricus de Villalta quaerereta venerabili patre d. Gregorio dei gratia electo Aqui-legensi, ut iudicari faceret per laudum curiae suae :quid iuris esset, si aliquis, qui non esset de natura mi-
litnm,
neque per patrem, neque per avnm neque pro-
avum, et perveniret ad honorem militiae propter divitias?uas vel aliter, si posset habere manum feudi et heredes'psiiis possent hereditäre feudum? et quaerente ipso d.Aquüegensi electo, iudicatum fuit per d. Henricum de»Malta : quod si illi, qui acceperat militiam, non con-tradictam fuit per aliquam partem vel per dominumterrae tempore receptionis suae militiae, quodfieberet uti honore militiae et hereditäre feudum ipseet heredes sui. Ex alia parte iudicatum fuit per d.J-'Ononein de Murucio: quod si cum voluntatedomini terrae acceperit militiam, deberet ipse etheredes ejus habere manum feudi et uti honore militari;?m autem, non possit habere manum feudi, nisi viventeJÜO, de cuius manu feudum accepit, nee uti honore mi-litari ipse vel heredes eiusdem. Cuius d. Cononis sen-tentia fuit a maiori parte curiae approbata.
(Dr. Jul. Picker, Forschungen zur Reichs- u. Rechts-geschichte Italiens. IV. Band. Innsbruck 1874. 8°.S- 462.
la) Vertrag zwischen den verschiedenen Liniend es Geschlechts von Hadstatt über die Führung desWappens.
1267-1276.
Ich Cunrat Wernher von Hadestat, Cunrati er gutteman, Sifrit, sin bruder von .Hadestat,Wernher der Junger von Hadestat, tun allen den»Unt, die disen gegenwirtigen Brief anselient, de wir°üt gemeineme willen des ce rate sin worden bi ge-8, vornene eide, das Ich Cunrat Wernher von Hadestate,* w enne mir got gehilfit har wider ce lande, sol fürendurch Wernhers willen des Jungen von Hadestat, ober Ritter wirt, die alten banier von Hadestatean e alle vnderscheidunge im Jar nach deme eil, so ich
har wider ce Lande kome von vber mer vnde sol dasbeschehen ane allen argen list. Obe aber es also kerne,das Wernher Ritter niht enwirt, so sol aber ich CuuratWernher durch aller miner veteren willen von Hadestatdie vor binante banier füren ane allen argenlist; sosollen aber wir, Ich Cunrat der guteman, Sifrit minbruder von Hadestat, Ich Wernher der Junge, durchvnsers veteren willen Cunrat Wernhers von Hadestatfüren das iar da nach sinen schilt vnde sine banier,mit allen denne ceichene als er si gefürt hat al da har.Nach disen zwein Jaren, so sollen wir alle gemeinefüren di alten Banier ane alle vnderscheidunge jemerme, es enwer danne also, das wir alle mit gemeinemeRate es endern ce rate wurden. Dise vor geswornegelubde, die sol man anfahen ce leistende, swenne IchCunrat Wernher von Hadestate har wider kome vonvber mer eneewischen Basil vnde Strasburc, vnde engatdarnach nieme nie abe die wile wir leben. Füget aberes sich also, das ich Cunrat Wernher har wider ce landenicht enkome, so sin wir alle lidic dis vorbinanten eides;sweler vnder vns dis stete niht enhat, der ist meineidevnde sint die andern lidic Irs eides; swer dis öffnet,der ist meineide; es wer danne, das vnser einre furfüre,so sollent die dan noch lebent sinen kinder, obe erdeheines hat, disen brief vor lesen, das er sich mügebetuten, ob ers stete welle han.
(Nach dem Original im Staatsarchiv zu Basel vouHerrn Dr. Theodor v. Liebenau im Monatsblatt der k. k.heraldischen Gesellschaft Adler 1884 No. 45 mitge-theilt).
2) Bischof Brun von Brixen gestattet seinem Neffendem Grafen Konrad von Kircuberg sein Helmkleinod,die weisse Inful zu führen. 1286. 2. Febr.
Wir Brune von gotes genaden bischof ze Prihfsentän allen den kvnt die diesen brief ansehent daz wir,mit vnfer korherren willen vnd gvnst vnd mit vnfersgotshuses dienstmanne willen, haben gegeben Chvnratder vnsers bruders suu ist, grauen Chänrades saeligenvon Kyrchperch, vnfer cleinode von vnferm helme, diewyzzen ynfel mit zwain zopfen vnt ietweder hörn oderspitz gezieret mit einem boschen von pfawens vedern,als wir sie in dez riches dienst vnd in vnfers gothusesvrlougen vnd an maeniger stat anderswa vrilichen vnd