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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. V. 3.

träger, resp. Schildhalter mit Kriegshelm und rothem,gelbgefüttertem Mantel, sonst in puris naturalibus.Sie tragen der Eine eine Lanze, der Andere ein Mit-telding zwischen einem Scepter und Pfauenwedel. Obenüber dem Ganzen schwebt eine veritable Königskrone,(mit Regenschirm?) die in einem blauen Knopfe mitgoldenem Kreuze endigt. Unten befindet sich in großenschwarzen Lettern die für uns Rheinländer etwas räth-selhafte Inschrift: UA MAU NEEA OKA AINAI KAPONO". Die Inschrift soll in Uebersetung lauten:Ichbin der Oberbürgermeister, der Tyrann."

Den größten Antheil an der Verbreitung des Wap-penwesens hat England genommen, dessen Würdenträgerund Prälaten den englischen Wappenstyl mit sich nachallen Welttheilen gebracht haben.

Wappen der britischen Colonie Canada aus AlwinZschiesche's Briefmarken - Album i) wo dasselbe wiefolgt beschrieben wird:

Das gekrönte Wappen von Canada besteht ausfünf Schildern (?), 1) ein rothes Kreuz im silbernenund das irische Kleeblatt (?) im grünen, 2) zwei blaueLilien im goldenen, einen der englischen Leoparden imrothen und drei Blätter im goldenen, 3) einen der eng-lischen Leoparden im rothen, ein Schiff im goldenen,

4) der vierte zwei schottische Disteln im goldenen, einenFisch im blauen, eine schottische Distel im goldenen,

5) ein rothes Kreuz, welches mit einem kleinen Kreuz

belegt ist, im silbernen, einen Buffalo im grünen Felde.Unter dem Wappen befindet sich ein Biber."

No. 613.

1) S. 136.

Die indische Wappenwelt ist in Bezug auf dieBilder eine originale, gehorcht aber in allem Aeusser-lichen durchaus dem englischen Geschmacke.

Von den nicht europäischen Völkerstämmen hatlediglich Japan ein originäres Wappenwesen wesentlichornamentalen Charakters, das seine Eigenart (nament-lich das Abhandensein bestimmter Substrate) bis jetztbewahrt hat, so sehr sich jenes Volk im Uebrigen füreuropäische Einrichtungen empfänglich gezeigt hat.