Geschichte der Heraldik. III. 4.
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den se ehrmals wo men segt, de Gewalt gehadt, datde Pape nicht ehr de Ceremonien hefft dörven in derKercken anfangen, ehr se gekahmen, dar aver denneiner de solches dorch ehre motwillige Vertögerungnicht geachtet und glickwohl angefangen van ehnenvor dem Altar gedodet. Man hefft dewile idt sehr af-gegangen schier am Wapen getwiefelt, aver ein sehroldt schlechtes Seegel dat junge grothe Johann hefft,wiset uth, dat idt sy ein baven sick upstiegend Lowgewest."
»In diesem Geschlecht is gewesen dat HammenVolck sehr rick, dat ock egen wollen van ehn genömet,Welche ick wohl dorfte gelöven, sick uth der Geest, vander Hamme in dith Carspel thom ersten sick mit be-geven, nu twar idt is in dem Mahndohm schlicht Werck,dat Moht und Manheit weg, wo den ock des Volckeswenig."
„Ickemans Schlecht föhret ein Vief öhrt oder inUnd dorch einander gepflochtene dre Ploeg Iseren rohtgeel blau und gemeldte Parven im Witten Felde."(II. Delve).
„Hebckemans Schlecht führen einen upstaheudenAncker' und up den Holdte 2 Sterne.
nVorgiselmans führen einen upstanden Anckerdaruth Hanss Kode Landt und Bötermans Schlechtröhren."
»Mullern ans führen ein Muhl-Esel am MuhlberenBom gebunden, darvon leben An. 1598 allein 2 PersonenHarr Claus Junge und Hans Secke."
.„Hardesman und Lütke Jebeman führen 2Bolten«j ein anders (Andreas) Crutz geslagen und up beydenSiden ein Palm-Twieg."
„ „Vormotteman einen schwarten Baren im WittenFelde.«
„Neelsman führen dree Nagel.«»Evermans Grovemans und Bursman führen alle*»ee Vügel im weissen Pelde."
(III Lunden).
, p Lunden de Kerk darsülvest is im Gedaechtniss Lau-rentii funderet warumb dat gante Blick up der einenSieden einen schwarten halven Adler up der andernsieden ein Rüste im Wapen führet. Gesiecht im CaspelKunden sind:
»Wuetman darin de Klufft der Nannen, welchesstedes ansehnliche berümede Lüde gehadt, als den Ehren-Testen und Gestrengen Claus Nannen, Ridder des hilli-gen Graves item sin Vadder und Broder Peter Nanneein 48. so ock mit dem Ertzbischop van Bremen, in*eide sick begeven aber dat doch dat Land vordragennefft ock in der Schlacht An. 1500 riddermehtige Klee-£er thor Uhtbüte darvan gebracht. Hierin is ock der«chwienskluft, darin Peter und Man Schwien Kegenten,<uese Nannen Klufft hefft vor 50 Jahren einen inlaen-•uschen Krieg mit dem Rüssbelling Geschlechte gefüh-rt dar 14 Mann aver erschlagen. Ehr Wapen is upQ er einen Siden ein half Adeler, up der andern Sidene m Lilie.«
So weit Jan Adolphi.T Endlich wollen wir noch den handschriftlichen Cod.**>*> der Milich'schen Bibliothek in Görlitz erwäh-5^: eine. Sammlung von Ad eis- und Wappenbrief-pbschriften, Geschlechter der Lausitz und Schlesiensbetreffend. Der Codex ist zusammengetragen von Gott-iped Schmied, einem Kathsverwandten zu Görlitz.*w den ersten Blättern befinden sich nach damaligerHebung Widmungsgedichte seiner Freunde, einige sind
v« i 656 res P- 1668 datirt - Das Jtog" 46 Di P lom lstTOn Kaiser Leopold in J. 1665 ertheilt.
Die Abschriften, namentlich der lateinischen Di-plome enthalten viele Lesefehler. Auch kommt es oftvor, dass Schmidt beim Abschreiben ganze Zeilen über'schlägt.
Ein Vetter des Sammlers, Albertus Schmid, liefertein längeres Gedicht, in dem es heisst:Herr Schmied ist Ehrenwerth, Er schreibet was da
bleiben
Und vielen diehnen soll: Er siehet wohl bedacht
Mit seiner klugen Schrift, was Ihn berühmet macht.
Was die nachkommenden zur Tugend soll antreiben.
So jemand wissen will, wie sein Geschlecht gestiegen,
Woher sein Adel komm vnd dessen Freyheit ist,Was Er im Wappen führt, das find Er sonder ListIn Schmides kurtzer Schrifft, die wil hier keinem
lügen,Ist einem solcher Schatz durch Krieg und Brand
versehretUnd also Zweiffein muss ob er recht Adel seyAuch führe Helm und schild, der kome nur herbeyUnd less Hrn. Schmides Buch, hier wird er recht
gemehrtZu stillen seinen Wahn, Er wird daraus vernehmenDass Er derselbe sey, der Adel, Helm vnd SchildIn Mann und Wappen führt, trotz sey dem der
ihn schilt.Es darff Ihn keiner nicht aus Neyd und Zorn be-schämen.Danck habe frommer Schmid, vor deine Müh und
SachenVor Deinen Unterricht, der reiche Gott im TrohnDer sey Dein Schutz und Schirm und Dein sehr
grosser Lohn.Du Zoil schweige still, wo Du hier wirst verlachenHrn. Schmides grossen Fleiss, solt Du es besser
machen.Drum dadle nicht zu früh, gieb Du Ihm nur die
EhrUnd sage diss: So gutt mach ich es nimmermehrHerr Schmid bestehet doch in allen seinen Sachen.
4. Capitel.
Gemalte Wappenbtteher.
21in finb ficht auch gern gemalte fcfjiltIDierool es nicht fein beirnus fürt:Johannes Fischart.
1) Das älteste Wappenbuch ist die sogenannteWeingarter Lieder-Handschrift eine in den ersten Jah-ren des 14. Jahrhunderts zusammengestellte Sammlungvon Liedern, nach den Dichtern geordnet. In der Ke-gel befindet sich am Anfange einer jeden Gruppe einin lebendigen Farben gemaltes Bild mit dem Wappendes Dichters. Die in der Handschrift befindlichen Wap-pen sind folgende:
„Burgrave von Kietenburg; Her Meinlo von Sewe-lingen; Grave Otte von Bottenlouben; Her Bliger vonSteinach; Her Dietmar von Aste; Her Hartman vonOwe; Her Albrecht von Jansdorf (blos der Helm); HerHainrich von Ruche; Herre Reinmar; Her Uolrich vonGuotenburg; Her Bernger von Hornheim; Her Heinrichvon Morungen; Her Uolrich vonMunegur; Her HartwigRaute; Der Truhsaeze von Singenberg; Her Wahsmuotvon Kunzig; Her Hiltbolt von Swanegou: Her Wille-halm von Heinzinburch; Her Liutolt von Savene; HerreRubin."