Geschiebte der Heraldik. II. 3.
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No. 212.
S. Iohannis . Comitis . De . Cygenhayn vom J.1330 2 ).
lio. 214.
3. C a p i t e 1.Dnpiieltliiere.
Die sogenannte monogrammatische Wappen-Ver-einigung führte auf die Idee, auf dieselbe Weise ver-schiedene Thiere zu verbinden.
Treffen in einem Schilde, welcher zwei Wappenmonogrammatisch vereinigen soll, ein Adler und einLöwe zusammen, so wird von dem Letzteren der Rückenund der Schwanz fortgeschnitten und das so verstüm-melte Bild an den halben Adler gefügt.
Solche Doppelthiere kommen nun auch als Wappen-einheit vor z. B. im Jüngeren Titurel des ÄlhrecM vonScharffenberg
4 ^5 Des keiser schar die ander Wigamur was iehendeOb der als ein zander siht man einen liehten
vanen brechendeUz einem samit rot ein gelwes kunderTier und vogel beide . gehalbet vogel uf tierhinunder4626 Der krie hal Messine daz leit an des meresgriezze.Eine Illustration hiezu liefert das nachstehendeSiegel des Heinrich v. Ebeleben v. J. 1306 ').
No. 213.
Aehnlich das Wappen des Herzogthums Kujawien,jedoch beide Thierk ; '>pfe mit gemeinschaftlicher Kronebedeckt.
Im Siegelfelde ein Adler mit Ziegenkopf, die Brustbelegt mit getheiltem Schild, darin oben ein Stein.
Sig. IV. A. 1. des Heinrich Flans v. Orlamündevom J. 1311 3 ). Zu diesem Siegel bemerkt Frh. v. Leäe-T>ur: „vorliegendes Siegel zeigt uns den oberen Theileines Wolfes oder Löwen mit Vorderpranken, vereinigtmit der unteren Hälfte eines Adlers. Da nun diev. Plans . . . auch den Namen von Orlamünde führ-ten, und es eine häufig sich wiederholende Erselfeimingist, dass Burgmänner das Wappen ihrer Burgherrenannahmen, die Grafen von Orlamünde aber im quer ge-theilten Schilde oben einen Löwen oder Leoparden,unten einen Adler führten, so können wir nicht zwei-feln, dass das Wappen der Flans eine monogrammatischeZusammenziehung des Wappens der Grafen von Orla-münde bedeutet".
No. 215.
Eine Zusammenziehung der Jungfrau Maria unddes schlesischen Adlers (!) führt die Stadt Lüben imRegierungsbezirk Liegnitz: an Stelle von Kopf undHals des Adlers wächst die Mutter Gottes mit Kindaus dem Leib des Vogels hervor.
1) Herold 1879 S. 96
2) Nach einer Zeichnung des Herrn Eugen Freih.v. Löffelholz.
3) Fürst Hohenloke, sphrag. Aphor. S. 59. — DasCliche verdanke ich Sr. Durchlaucht.