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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. IL 3.

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sich 1250 eines anderen runden Siegels, welches aufeinem Dreiberg einen Blätterstengel zwischen zweiZinnenthürmen zeigt 1 ).

Nach dem Muster des Minzenberger Wappens istdas neuere Wappen der Grafen von Henneberg (Henneauf Dreiberg) gebildet, welches für das J. 1237 zuerstdurch ein Siegel nachgewiesen ist.

NO. 188.

No. 189.

Siegel Engelbert IT. von Auersberg an einer Ur-kunde von 1220 (wodurch er die Gebrüder von Laasmit einem Gute belehnt). Die Umschrift lautet f En-gelber. Uon. Owersperchi).

Graf Rudolf von Thierstein führt in seinem Siegelvon 1208 lediglich einThier" (Hindinl. In einem Sie-gel von 1238 steht dasselbe auf einem Zweiberge. Spä-ter wird aus dem Zweiberg ein Dreiberg 3 ).

Das (normannisch-) schildförmige Siegel eines Gra-fen von Vaihingen vom J. 1230 enthält einen auf le-digem Vierberg stehenden Löwen *)

Das Wappen der Grafen von Calw (erloschen 1262)beschreibt Conrad von Mure:

Calwen fert gilvuui clipeum, sed rufus in illoVult leo stare super petre terreve pusillo.

Dieses Wappen ist identisch mit demjenigen derGrafen von Löwenstein, welches die Züricher Rolle un-ter No. 452 ohne Ueberschrift in folgender Form ab-bildet 6 ):

1) Auf Grund handschriftlicher Mittheilungen Sr.Erlaucht des Herrn Grafen Rudolf zu Solms-Laubachaus dem J. 1872.

Da der Dreiberg ein heraldisches Bild ist, darfdie Eigenschaft des oben beschriebenen Typus als Wap-pen wohl nicht bezweifelt werden. Dieselbe Darstel-lung finden wir auch auf Münzen Ulrichs I.

Der Umstand, dass einer der Schwiegersöhne- undHaupterben Ulrichs IL in seinem Reitersiegel von 1261mit der Umschrift: f Sigillvm. Philippi. De. Mincen-berc" einen quergetheilten Schild und unter dem Pferdeeinen Dreiberg mit einem Blätterstengel führt, beweistnichts gegen die Wappen-Eigenschaft, da die Concur-renz von Wappen und Heroldsbild sehr häufig ist.

2) Mittheilungen der k. k. Central-Commission N.F. Band X. S. LXIX.

3) Siegel zu Zeerleders Urhundenbuch von Bern.

4) Siegel-Abguss aus v. Retberg's Nachlass. DieUmschrift ist nur theilweise lesbar. Alle Buchstabensind verkehrt gravirt.

5) Cliehe aus v. Schönberg, Geschichte des Ge-schlechts von Schönberg Bd. IL Wappentafel I. A.

Die Bürgerschaft von Aarberg führte in ihrem Sie-gel von 1249 einen Schild, darin ein Aar über einemDreiberg.

Siegel des Grafen Adolf I. von Danneberg (f vor1269) an eine Urkunde von 125S '). Von der Umschriftist nur ein kleines Bruckstück erhalten. Das Bild desSiegels ist ein Löwe vor einer Tanne auf einem erhöh»ten Boden (Berg) stehend. Das Wappen der Grafenist wie wir aus dem runden Siegel IV. A. 2. des Gra-fen Nicolaus von Danneberg vom J. 1301 ersehen, einLöwe.-

No. 190.

Burkard von Ramsberg führt in seinem runden Sie-gel von 1253 einen Schild, darin auf einem Dreibergein Widder').

Siegel (No. 191) des Friedrich von Wildenstein aneiner Urkunde von 1262 8 ). (Hirsch auf Vierberg).

Hainricus miles dictus de Hundesberc (Altbayern)führt in seinem Siegel von 1209 im .Schilde auf ledigemVierberg einen Hund.

Haward von Hertenberg führt in seinem schildför-migen Siegel vom J. 1271 ') auf einem Dreiherg einekrückenartige Stange, in der Mitte querüberlegt von

6) Meklenb. Urkunden!). IV. S. 543. No. 95.

7) Siegeltafeln zu v. Weech, Codex Salemitauus,No. 54.

8) Cliehe aus dem Fürstenbergischen UrkundenbuckV. No. 9.

9) Siegelabguss; das Wappen der Hertenbergersind sonst zwei gekreuzte Bärentatzen.