Schlusswort.
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zu bringen. Mit dieser Möglichkeit vor Augen, erlaubt sich Schreiberdieses, einige Worte aus den oben erwähnten „Annalen der Typographie“(Nro. 133 vom 19. Januar 1872) zum Abdruck zu bringen, weil dasdamals mit Rücksicht auf Wien Gesagte ebensowohl und noch mehrim Hinblick auf Philadeljrhia gilt.
„Ohne irgendwie den hervorragenden Männern, einem Didot,Marne, Lemercier, Claye und vielen Anderen, zu nahe zu treten, diein anderen Ländern eine wahrhafte Zierde des Pressgewerbes sind,dürfen wir doch wohl hier aussprechen, was selbst das Ausland zugiebt,dass unser Stand, als Ganzes betrachtet, in Deutschland eine höhereStufe einnimmt, als in irgend einem anderen Lande der Welt. Nun,so möge Deutschland auch durch eine Collectivausstellung zeigen, wasdeutsche Schriftgiesserei, Typographie, Holzschneidekunst, Lithographie,Kupfer- und Stahlstich, sowie die anderen graphischen Künste, Papier-und Farbenfabrikation, Buchbinderei und der einschlägige Maschinenbau,unterstützt und getragen von der Intelligenz und dem Unternehmungs-geist des deutschen Buchhandels, zu leisten im Stande ist. Es würdedies ein deutliches Bild gewähren, wie viel diese Zweige als treue Diene-rinnen der deutschen Literatur, Wissenschaft und Kunst materiell bei-tragen, Deutschlands Ruhm und Ehre auf diesen Feldern zu wahren undzu mehren, es würde beweisen, dass, wenn auch andere Länder manchesVorzügliche, manches für uns schwer Erreichbare aufzuweisen habenwerden, die Production der deutschen Presse, als Ganzes betrachtet,von der keines anderen Landes an Vielseitigkeit und universeller Be-deutung übertroffen wird. Eine solche Ausstellung, weil selbst als Masseauftretend, kann und wird nicht in der Masse verschwinden, sie wirdund muss dem Ganzen, also auch dem Einzelnen, Vortheil und Ehrebringen, selbst wenn, was wohl sehr zu wünschen wäre, ohne jedochzum Gelingen gerade unbedingt nothwendig zu sein, jeder der einzelnenTheilnehmer sich „hors concours“ erklären und sich mit dem Ruhme be-gnügen würde, der ihm als Theil eines ruhmwürdigen Ganzen zukommt 1 ).
Es kann nicht in unserer Absicht liegen, hier einen detaillirten Planeines solchen Zusammenwirkens vorzulegen; wir wollen nur eine Anre-gung geben; indess halten wir uns doch verpflichtet, wenigstens dieHaujrtzüge einer solchen Collectivausstellung anzudeuten. Dies wirdum so eher genügen, als der Plan sich eigentlich von selbst ergiebt,wenn erst der Gedanke einer Ausstellung nach Fächern und nichtnach Firmen acceptirt ist.
Angemessen würde es vielleicht sein, eine: solche Ausstellung durcheine historische Abtheilung einzuleiten, welche die Entwickelung
*) Während dieser Bogen corrigirt wird, kommt uns die „OesterreicliischeBuchdruckerzeitung“, das Organ des Deutsch-Oesterreicliischen Buchdrucker-Vereins, in die Hände, die sich ganz in demselben Sinne ausspricht.