Schlusswort
des Berichterstatters über die XII. Gruppe.
Als im Jahre 1871 der Aufruf zur Betheiligung an einer im Jahre1873 in Wien abzuhaltenden Weltausstellung erscholl, hielt der Schreiberdes Gesammtberichts über die XII. Gruppe es für Pflicht, seine Ge-danken über die Art der Betheiligung seitens des Pressgewerbes imDeutschen Reiche in den von ihm herausgegebenen „Annalen derTypographie “ auszusprechen. Er glaubte sich nicht verhehlen zu kön-nen, dass die graphischen Künste mit Ausnahme derjenigen Branchen,die in der Chemie wurzeln, nicht so kurze Zeit nach der Pariser Aus-stellung wesentliche Fortschritte würden aufweisen können, und er gabdie Gründe an, weshalb er befürchtete, dass die graphische AxisstellungDeutschlands durch die österreichische, namentlich aber durch die fran-zösische in Schatten gestellt werden würde, wenn man sich nicht ent-schliessen könnte, durch eine sorgsam ausgeführte Collectivausstellungzu zeigen, welch eine hohe Stufe das Pressgewerbe in Deutschlandwirklich einnimmt.
Eine solche Collectivbetheiligung fand nicht statt und jeder Fach-genosse weiss, dass Deutschland mit den graphischen Fächern zu Wienin wenig glänzender Weise vertreten war, und dass nur Stuttgart,welches den Weg der Collectivausstellung gewählt hatte, einen durch-schlagenden Erfolg erzielte.
Wir stehen wieder vor einer Weltausstellung, und diesmal in derneuen Welt. Es ist ja vollständig zwecklos, darüber zu streiten, obdies schnelle Jagen der Weltausstellungen wirklich dem Gewerbe för-derlich ist oder nicht, und ob nicht wenigstens eine gewisse inter-nationale Regelung des Ausstellungswesens in der Art der periodischenWanderversammlungen der Gelehrten und Anderer erwünscht undnothwendig wäre, wenn die Ausstellungen wirklich ihren Zweck er-füllen sollen. Diese werden sich wiederholen, trotz der jedesmaligenBehauptungen, dass es nun das letzte Mal gewesen, und sind sieda, so kann kaum irgend ein Land sich von der Betheiligung aus-schliessen, ohne die Interessen seiner Industrie zu schädigen.