Section I. Die Typographie etc. Die Lithographie. 689
Reimer in Berlin, Geogr. Institut (F. II. Arnd) und Kellner & Co.in Weimar, sowie die übrigen Verfertiger von Globen und Reliefkartenhatten in der XXVI. Gruppe ausgestellt.
Dies war auch mit den meisten Verlegern aus Oesterreich derFall. An der Spitze der Hersteller von Karten steht das k. k. Mili-tärgeographische Institut (vergl. den Bericht der III. Section derXII. Gruppe). Einen bedeutenden Verlag haben Artaria & Co. ■— Ed.Holzel, A. Holder und Andere sind schon oben erwähnt.
Vorzügliches lieferte die Schweiz, welches Land durch seinengeringen geographischen Umfang, interessante Bodenformation undhydrographische Verhältnisse ganz besonders zur Anfertigung detaillir-ter, malerisch ausgeführter Terrainkarten einladet. Die grosse Dufour’-sche Karte gilt noch immer als ein Meisterstück. Erschienen waren dieFinnen Wurster, Randegger & Co. aus Winterthur und Zürich (Geo-logische Karte von Sehtis; Hydrographische Karte der Schweiz; Kata-sterpläne); II. Müllhaupt & Sohn in Bern (Generalkarte in 4 Blättern);II. Leuzinger in Bern (Touristenkarte); II. Für rer in Neuenburg(topographische und geologische Karten, auch Farbendruck verschiede-ner Art), die alle dazu beitragen, den Ruf der Schweiz aufrecht zu er-halten und die allgemeine Anerkennung aller Besucher und der Jurygewannen.
Zu erwähnen sind ferner: aus Frankreich. Wuhrer & Co. mitihren Plänen für die Gommunalverwaltung der Stadt Paris; aus Däne-mark der Generalstab mit seinen topographischen Karten in photo-lithographischen Vergrösserungen und Verkleinerungen; aus den Nie-derlanden das topographische Institut mit seinen Chromolitho-graphien nach der erwähnten Eckstein’sehen Methode; aus Portugaldie geodätische Commission in Lissabon mit ihrer grossen Auf-nahme des Landes in 40Blättern; aus England J. Leighton mit ver-gleichenden Plänen von London, Paris und Wien; ferner aus RusslandAlex. Iljin in St. Petersburg, welcher Vorzügliches leistet, mit 110 Per-sonen'arbeitet und jährlich für Million Rubel Arbeiten producirt;aus Tiflis der kaiserl. Generalstab. Selbst Brasilien hatte einenVertreter, Flajus, mit recht anerkenneuswerthen Arbeiten gesandt.
D. Der M u s i k n o t e n cl r u c k.
Eine bedeutende Thätigkeit im Dienste einer Kunst, wenn auchdie graphischen Leistungen in dieser Branche selbst selten Ansprücheauf den Namen Kunstartikel machen können, entwickelt die Lithogra-phie und der Stich beim Zusammenwirken in der Herstellung musi-
Wiener Weltausstellung. I. 44