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Gruppe XII. Graphische Künste.
Eichen Europas und des Orients“ u. s. w. Besonders anziehend sind dieChromos in Sepiamanier für den Anschauungsunterricht nach J. Lang!Sie erfordern trotz der anscheinenden Einfachheit doch einen Druckvon 6 Steinen. Ilölzel ist auch ein bedeutender Karten Verleger; seineWandkarten sind sehr zweckmässig, mit klarer Terrainzeichnung undFarbengebung. Haupt &Czeiger (gegründet 1871) reproduciren beson-ders moderne Bilder und stellten ausserdem sehr schöne lithographirteBlätter in geschabter Manier aus mit vortrefflicher, nur durch einen ge-wöhnlichen Schwarzdruck erzielten Wirkung. Fr. Paterno’s architek-tonische Vorlagen und Bilder für den geschichtlichen Unterricht warenwohl gelungen, ebenso die naturwissenschaftlichen und geschichtlichenUnterrichtsbilder von A. Iiartinger & Sohn. Erwähnt müssen hiernoch werden die vorzüglichen Radirungen von G. J. Fahrnbauer unddie, namentlich durch ihre ausserordentliche Grösse sich auszeichnendenAutographien von Oscar Weigel, z. B. Plan und Fajade des Aus-stellungsgebäudes. Auch A. Fichtner pflegt die Autographie undbaut selbst autographische Pressen. Aus den Provinzen ist zu nennenN. Lehmann aus Prag mit einigen guten Oeldrucken, aus Ungarndas Album „Ruhmeshalle“ von Jos. Pataky, welches jedoch nicht zuden hervorragenden Gegenständen gezählt werden konnte.
Die Schweiz konnte im Oeldruck nichts von irgend einer künst-lerischen Bedeutung aufweisen. Von sonstigen Farbendrucken hatteChr. Bischof in St. Gallen, Inhaber der lithographischen AnstaltJ. Tribelhorn, ein grösseres Werk: „Schweizerische Obstsorten“, aus-gelegt. Diese Anstalt ist eine der ältesten und ausgedehntesten derSchweiz und arbeitet namentlich für die Schweizer Baumwollen- undSeidenfabriken. J. J. Hofer in Zürich brachte viele hübsche Arbeiten,Nachbildungen der Glasmalerei, Wappenrolle, Steinschnitt etc.
Dänemark, Norwegen und Schweden hatten sich nicht imeigentlichen Bilderdruck versucht. Aus Stockholm war ein sehr reichesAlbum von Schlachter & Seedorff eingesandt, mit vielseitigenund durchgängig sehr guten Arbeiten. Aus Dänemark lagen vor:Anatomische Farbendrucke von wahrem künstlerischen Werthe von Th.B er gh, vortreffliche Radirungen von A. P. M ad s e n nach vorhistorischenAlterthümern und saubere Kupferstiche naturwissenschaftlicher Gegen-stände von Jenny Hansen. Da die Lithographie auf einer sehrbeachtenswerthen Stufe in Dänemark steht, so war es sehr zu verwun-dern, dass die bedeutenden Anstalten die Ausstellung ganz ignorirten.
Die Niederlande hatten einige verdienstliche Nachbildungenalter holländischer Gemälde von Tresling & Co. in Amsterdam auf-zuweisen. Einige Arbeiten von Emrik und Bing er in Harlemverdienten Beachtung.