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Section I. Die Typographie etc. Die Lithographie.
graphisch-artistisches und xylographisches Institut, mechanische Werk-stätte und Buchbinderei und hat Filialen in Berlin und Wien. DasPersonal beträgt über 600 Personen, von welchen gegen 300 auf dieBuchdruckerei kommen, welche 25 Schnellpressen und 10 Handpressenbeschäftigt. In dem Streben nach Universalität liegt die Stärke diesesHauses, zugleich aber allerdings auch eine Schwäche; es ist demselbenbei der Vielseitigkeit nicht wohl möglich, in allen Branchen die höchsteStufe der Vollendung zu erreichen. Dagegen gelingt es ihm in dieser Ver-einigung aller Branchen, Werke herzustellen, die nicht leicht zum zweitenMal angetroffen werden. Als ein solches hervorragendes Werk müssenwir den jetzt bald in der zweiten Bearbeitung als ein vollständig neuesWerk erscheinenden: Bilder-Atlas. Ikonographische Encyclo-pädie der Wissenschaften und Künste, in 500 Tafeln in Quer-folio nennen. Ein derartiges Werk ist fast nur möglich, wenn dasGeschäft, dessen Inhaber den Gedanken gefasst und buchhändlerischdurchführen will, zugleich alle die technischen Branchen, die bei derHerstellung mitwirkeu müssen, in sich vereinigt. Wenigstens gestaltetsich ohne eine solche Vereinigung und ohne ein hierdurch ermöglichtesIneinandergreifen der Dispositionen das Ueberwinden aller theils vor-hergesehenen, theils unvorherzusehenden Hindernisse und die schliess-liche glückliche Lösung der Aufgabe, die schon unter den erwähntenVerhältnissen schwierig genug ist, zu einer wahrhaft herculischenArbeit. Wir halten es deshalb für gerechtfertigt, uns bei diesem Werkeeinige Augenblicke aufzuhalten, weil es gerade ein sprechendes Beispielvon den Vorzügen der deutschen Methode istj dass grössere Verleger,namentlich encycjopädischer Werke, sich in Besitz von graphischenAnstalten setzen und dadurch im Stande sind, die deutsche Literaturdurch Unternehmungen zu bereichern, wie sie kein anderes Land insolcher Anzahl aufzuweisen hat. Die andererseits aus dieser Methodeentstehenden Uebelstände für die Kunst müssen dann mit in den Kaufgenommen werden.
Doch kehren wir zu dem Bilderatlas zurück. Für die Herstellungder Platten sind fast alle graphischen Künste in Anspruch genom-men. Für die exacten Wissenschaften der Holzschnitt, der es zulässt,einzelne Stöcke und Stücke leicht zu ersetzen und zu corrigiren; fürdie mehr malerischen geschichtlichen und culturhistorischen Plattenwar der Stahlstich angemessener. Astronomie und Geographie ver-langten ein einträchtiges Zusammenwirken des lithographischen Schwarz-,Bunt- und Unterdrucks mit dem Stahlstich, der in gelungenster Weisestattgefunden hat. Die astronomischen Tafeln sind artistisch vortrefflich,der Buntdruck rein, die Farbendrucke genau deckend. Dass die Her-stellung der Platten, abgesehen von Druck und Papier, ein Capital von100 000 Thlr. absorbirt, lässt sich ziemlich leicht nachrechnen. Vonden übrigen ausgestellten Gegenständen derFirmaBrockhaus nennen