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1 (1874)
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Gruppe Y. Textil- und Bekleidungs-Industrie.

47 Fabrikanten repräsentirt, welche sich zu einer Collectivausstellungverbanden. Sie lieferte die leichten Seidenstoffe aller Art, Seidenbeutel-gaze, Futterzeuge, Marceline, Serge, sowie Taffetas, Grisaille, Glace,Rayes, Lustrines, bis zu den schwereren Stoffen Faille und Poult de soie,Besatzartikel von Seide und Halbseide, sowie Satin und Turquoise.Wir erwähnen besonders die Leistungen der Häuser Baumann älter&Co., der Mechanischen Seidenstoffweberei in Adlisweil, Noz &Diggelmann in Zürich, J. Schwarzenbach-Landisin Thalweil, Joh.Stapfer & Söhne in Horgen und Reiff-Huber in Enge, Zürich. Zü-richs Industrie beschäftigt 27 000 Webstühle, von denen 1150 Maschi-nenwebstühle sind. Dieselbe erstreckt sich an den Ufern des ZüricherSees entlang und in die benachbarten Cantone. Es sind vorzugsweisedie leichteren Seidenwaaren, welche durch ihre Billigkeit sich aus-zeichnen, in welchen die Schweizer Industrie fast unerreicht bleibt, undes ist anzuerkennen, wie sehr auch der Schweizer Fabrikant bemühtist, eine regelmässige und bessere Waare herzustellen, wie früher. Indieser Beziehung weist die Ausstellung erhebliche Fortschritte gegen1867 nach.

Die Collectivausstellung der Seidenbandfabrikanten von Baselbrachte die verschiedensten Gattungen dieser bedeutenden Industrie inuni und fagonne.

Es betheiligten sich dabei die bewährtesten Firmen: RischoffGebrüder, Bischoff & Söhne, Sarasin & Co., J. J. Linder, Ho-randt & Müller, von der Mühll Biirgy &Co., Trüdinger & Co.und mehrere Andere, wobei zu bemerken, dass Einzelne derselben fürihre in Süddeutschland gelegenen Etablissements auch unter den deut-schen Ausstellern schon figurirten.

Die rühmlichst bekannte Schweizer Seidenfärberei war durchJ. Zeller in farbigen und schwarzen Seiden, sowie durch Schwarzen-bach & Weidmann in Thalweil gebührend vertreten; diebedeutendenBaseler Färber hatten nicht ausgestellt.

Oesterreich. Oesterreichs Industrie, welche zu dem Wettkampfeder Völker eingeladen hatte, war berechtigter Weise von allen Seiden-industrien im Verhältniss zu der Bedeutung derselben am stärkstenvertreten. Seine alte Seidenfabrikation, die sich auf die Zeit Josephs I.zurückführen lässt, liefert vorzugsweise Seidenstoffe für den Verbrauchin den eigenen Ländern der Monarchie und für den Orient. Die Haupt-stadt Wien, auch der Hauptsitz der österreichischen Seidenindustrie,fabricirt alle Artikel in Seidenwaaren fast ohne irgend welche Aus-nahme, und fast unglaublich muss es erscheinen, dass dieselben in derVollendung, wie solche hier zur Ausstellung gelangten, keinen wesent-lichen Exportartikel des Kaiserstaates ausmachen.