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Gruppe V. Textil- und Bekleidungs - Industrie.
1869
4 627 700 Kg
im
Werthe
von
25 455 000 Frcs.
1870
4 926 800 „
75
57
57
29 000 000 „
1871
6 284 500 „
57
57
77
45 500 000 „
1872
6 302 500 „
77
77
57
48 844 000 „
und sind besonders die Gespinnste von Peltzer & fils sowie Hauzenr-Gerard fils in Yerviers rühmend zu erwähnen.
Oesterreich. Die österreichische Ausstellung zeichnete sich vonden bisher erwähnten auf das Vortheilhafteste durch die Feinheit undReichhaltigkeit des Gebotenen aus. Neben der grossen Vollständig-keit der ausgestellten Gegenstände ist deren Güte in hohem Maasseanzuerkeünen.
Die österreichischen Waaren zeigten durchweg ein vorzüglichesRohmaterial und sorgfältige Arbeit und bekundeten wesentliche Fort-schritte seit den letzten Ausstellungen. Allerdings lässt sich bei dergrossen Reichhaltigkeit der Sortimente und den hauptsächlich darinenthaltenen feineren Artikeln die Vermuthung nicht unterdrücken, dassein Theil der Waaren, die im gewöhnlichen Handelsverkehre nicht an-getroffen werden, eigens für die Ausstellung angefertigt worden sind.Jedoch auch die marktgängigen Artikel verdienen alles Lob.
Die grossen Fortschritte in der Wollenindustrie Oesterreichs zei-gen sich sowohl bei den glatten und geköperten Tuchwaaren, als auchbei den Modestoffen.
Die österreichischen Tuche zeichnen sich durch einen gehaltvollenKörper, durch sorgfältige, sanfte, geschmeidige Appretur, glatte Ober-fläche und durch lebhafte Farben aus. Die glänzende Appretur, wiesie für den Export beliebt ist, wie namentlich die matte sanfte Appreturwaren durchgängig als vollständig gelungen zu bezeichnen.
Die Tuche hatten ein lederartiges und dennoch durch die Appreturherbeigeführtes weiches geschmeidiges Gefühl, dieses gilt sowohl vonden wirklichen kräftigen Tuchen, wie Brünn sie liefert, als auch vonden leichteren Groisewaaren, wie sie in vollendetster Schönheit inReichenberg fabricirt werden.
Diese Vorzüge sind wohl hauptsächlich dadurch hervorgerufen,dass die Tuchfabrikanten sich fast ausschliesslich der seidenartigen undkurzstapeligen schlesisch-mährischen und hochfeinen ungarischen Wollenbedienen, die in ausgiebiger Fülle im Lande vorhanden sind, die alt-hergebrachte Veredelung beibehalten haben und ein ausserordentlichzartes, seidenartiges Gespinnst, bei der Verarbeitung ein feines, kuvz-stapeliges Tuch liefern.
Die Modewaarenartikel zeigen einen verkältnissmässig noch grös-seren Fortschritt.
In- demselben kennzeichnet sich eine eigene Geschmacksrichtung,die sich nicht darauf beschränkt, französische oder englische Muster