Section V. Taback. I. Tabaclcfabrikate.
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eine noch sehr mangelhafte Arbeit erkennen, ebenso auch den grossenFleiss, welcher, von ihr auf die Fabrikation von Schnupftaback ver-wendet wird. Die türkische Regie führte Rauehtabacke von vorzügli-chem Aroma vor, die rumänische sehr gute, zu Rauchtabacken undCigaretten verarbeitete Tabacke ans der Türkei.
Die Colonien Europas. Die Fabriken der Colonien waren ziem-lich stark vertreten und indem sie nur ihr betreffendes einheimischesProduct verarbeiteten, konnte man vielfach die erfreuliche Wahrneh-mung machen, dass der Tabackbau immer mehr Eingang findet, alsMittel zur Hebung des Wohlstandes. Von ihnen nehmen die Etablisse-ments von Cuba, insbesondere von dem Districte Havanna den erstenRang ein. Obgleich ihre Fabrikate unbesehen Abnehmer finden, kaumder Nachfrage zu genügen vermögen und bei dem bekannten vorzüg-lichen Rohmateriale eigentlich keine Concurrenz zu fürchten haben, istman doch in sehr anerkennenswerther Weise bestrebt, namentlich diefeineren Sorten in möglichst vollendeter Arbeit herzustellen.
Von den 15 in Wien erschienenen Ausstellern aus der Havannaverstehen vorzugsweise die bekannteren Firmen H. Up mann y Comp.,J. Partaga, Boeck y Comp, sowie die bisher seltener genannte vonLarranaga y Comp, den Geschmack der deutschen Consumenten,welche milden Taback lieben, zu treffen. Ausser der renommirtenFabrik von Anselmo Gonzalez del Valle hatten gehaltreichere Ta-backe eingesendet: Perez del Rio et Comp., Julian Alvarez undA. de Villar y Villar in seiner Specialität der Culebras (Schlangen).Eine Sonderart der Spanier sind die, auch von einigen Fabriken ausdem Mutterlande eingesendeten, Cigarrillos oder Papellitos, welche vonLuis Susini e Higo (La Honradez) in Havanna in der grösstenAuswahl und in geschmackvoller Verpackung ausgestellt waren; wegendes dazu verwendeten dicken Papiers und ihrer Aufmachung wird esaber voraussichtlich nicht gelingen, sie in den grösseren Handelsver-kehr zu bringen. Von den englischen Colonien verdient Jamaika diegrösste Beachtung. Die Firma J. Soutar & Comp, in Kingstonmacht dort seit vier Jahren Versuche, aus Havannasaamen Taback zuziehen und nach Art der Havannesen auf Cigarren zu verarbeiten. Eswurde ein Product erzielt, welches im äusseren Ansehen, in Farbeund Zartheit des'Blattes den Havannafabrikaten täuschend gleicht,doch fehlt ihm beim Rauchen der feine Geschmack, das Aroma der letz-teren. Um in erfolgreiche Concurrenz treten zu können, wäre vorAllem eine Ermässigung der sehr hohen Preise, die fast jenen der Ha-vanna gleichkommen, geboten.
Von den Einsendungen der übrigen Colonien Englands müssenbesonders die aus Brittisch-Indien hervorgehoben werden. Diese ausManilasaamen gezogenen Rohtabacke können, zu Cigarren verarbeitet,