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Gruppe IV. Nahrungs- und Genussmittel etc.
liefern, während sie die Schweizer Fabriken dort zu 17 x /2 fl- offeriren.Im Hinblicke auf die wirtschaftliche Bedeutung der Milchextractfabri-kation für viele Viehzucht treibende Gegenden Deutschlands, sowieauch im Interesse der einheimischen Rübenzuckerindustrie erscheint esdeshalb geboten, bei der Ausfuhr des Milchextracts eine Rückvergütungder Rübensteuer zu gewähren, da anderenfalls an "eine kräftige Ent-wickelung seiner Fabrikation im deutschen Reiche kaum gedachtwerden kann.
Ein österreichischer Aussteller hatte ebenfalls condensirte Milcheingesendet, aber bereitet nach einer keineswegs durch die^Erfahrungbewährten Methode. Dieselbe besteht in dem Verdampfen der Milchbei Luftzutritt und einer Temperatur von 65 bis 70° R., wobei zurVermehrung der Oberfläche die Flüssigkeit durch eine Pumpe gehobenwird und in Tropfen zertheilt in den Kessel zurückfällt.
Kaffeeextract und Aehnliches.
Die English Condensed Milk Company zu London hatteausser ihrem Hauptproducte auch Kaffeeextract und Gemenge von Milch-extract mit demselben sowie mit Cacao und Chocolade geliefert.Aehnliehe Mischungen in Form von Extract und von Pastillen warenvon einem Milchextractfabrikanten aus Spanien eingesendet worden.
Wenn man bedenkt, dass der frisch bereitete Kaffee eine gewisseMenge flüchtiger Substanzen enthält, welche sowohl seinen Geschmack,seinen Geruch, als auch seine Wirkung auf den Organismus wesentlichmit bedingen, so wird man zugeben müssen, dass ihn der Kaffeeextractnicht vollständig zu ersetzen vermag. Jedenfalls geht ein gewisserAntheil selbst bei dem Verdampfen im Vacuumapparate verloren unddas mit Wasser verdünnte Extract kann so dem frisch bereiteten Kaffeenicht gleichkommen. Er erscheint ferner weniger empfehlenswerthwegen seiner schwierigen Controle, wegen der geringen Sicherheit gegenetwaige Verfälschungen. Die Untersuchung einer Probe durch Dr.P. Wagner ergab folgende Resultate: Ein Theelöffel voll desselbenmit einer Tasse kochenden Wassers verdünnt, lieferte eine Flüssigkeit,welche wohl ihrer Farbe nach, aber nicht in ihren sonstigen Eigen-schaften dem frisch bereiteten Kaffee gleichkam. Gemäss den Angabender Etiquette sollte ferner das in dem Fläschchen enthaltene Extract(etwa 130 g) einem Aufgusse von 1 Pfund des besten Kaffees entsprechen.Nach vergleichenden Versuchen lieferte der geröstete Kaffee 23'5 Proc.seines Gewichts trockne Extractivstoffe, so dass die oben angegebeneMenge Kaffeeextract, welche 61'9 Proc. Wasser und 38'31 Proc. Trocken-substanz (bei 100° C. erhalten) enthielt, schon aus 212 g gerösteterKaffeebohnen erhalten werden kann. Mag auch die Angabe der Eti-