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1 (1874)
Entstehung
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253
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Section III. Wein, Bier etc. I. Wein. 253

degli Albizzi zu Pelago (Florenz) fanden ebenso mit ihren rothenTischweinen von Barolo und Nipozano grosse Anerkennung.

In Weissweinen zeichneten sich aus: Fürstin Biscari in Cataniamit Wein aus den Aetnawäldern, Michael Romeo ebendaselbst mitSt.-Giorgio-Tischwein, Joseph Scala in Resina (Neapel) mit Capriund Lacrimae Christi, ferner der Herzog von Aumale, die GebrüderPlatamone in Trapani, Rosso und Scammacca in Catania und dasHaus lngham & Withaker in Marsala, sämmtlich mit Marsala weinen.

Von Dessertweinen sind hervorzuheben die Strohweine von LudwigArcangioli zu Capolona (Arezzo) und yon Johann Baccini inPoggio Yittorio (Florenz), die Muscatweine von Raimund Ceramiin Catania, von Ciaculli in Palermo und von Gebrüder Cassola inSyracus, schliesslich der Malvasier von Philipp de Pasquale inMessina. Die italienischen Schaumweine waren nicht hervorragend;bald zu süss, bald zu sauer, bald beides gleichzeitig, bald nicht vonreinem Geschmacke, erhielten fünf derselben 0, drei die Nummer 3 undzwei die Nummer 2.

Bei Marsala und anderen starken Sorten, besonders den Dessert-weinen, gilt das, was über den Spritzusatz, gelegentlich der Besprechungder spanischen Weine* gesagt wurde.

Bei den sehr theuren Dessertweinen ist man wohl zu hohen An-sprüchen, bezüglich der Haltbarkeit und feinen Qualität, berechtigt.Die italienischen Aussteller waren nun mit diesen Sorten nicht glücklich,da sich theils bei ihnen Gährung eingestellt hatte, theils eine durchsonstige Ursachen bedingte Trübung, theils ein Beigeschmack, welchervielleicht in mehreren Fällen von dem zugesetzten, aber nicht vorsichtigbereiteten Mostsyrup herrührte. Ferner enthielten einige Proben beialler Süsse doch zu viel Säure, meist Essigsäure, zuweilen wohl Wein-säure, indem die Reife der Trauben durch grosse Trockenheit unter-brochen wurde. Bei solchen Fehlern ist es leicht erklärlich, dass diePrüfung wenig befriedigend ausfiel, dass von den 76 Dessertweinen nursechs Nummer 1, dagegen 37, also nahe die Hälfte, die Nummer 0erhielten. Dabei ist noch ihre sorgfältige Aufbewahrung in gutemKeller von ihrer Ankunft in Wien bis zum Tage ihrer Prüfung zuberücksichtigen, sie gelangten also unter viel günstigeren Bedingungenzum Probiren als diejenigen aus Portugal, Spanien und Frankreich.

8. Deutsches Reich. 256 Aussteller vertraten mit 618 Weiss-,78 Roth- und 131 Schaumweinen, im Ganzen 827 Sorten, die Wein-production des deutschen Reichs. Nach den Angaben des deutschenSpecialkatalogs berechnet sich der Ertrag in den zum Zollverein gehö-renden Staaten auf 2 050 000 III im Jahre 1870. In demselben Zeitraumwurden 379 000 III eingeführt und die Ausfuhr belief sich auf