Section II. a. Zucker. 205
Sämmtliche Aussteller exportiren vorzüglich nach St. Franciscoin Nordamerika.
China. Die Zuckerindustrie dieses Landes scheint auf einer sehrniedrigen Stufe zu stehen. Die besten Muster stammten von der InselFormosa, es lagen da weisse, mehlige, braune, klebrige, feuchte Zuckerausgestellt von Kitter v. Overbeck, österr.-ungar. Generalconsul da-selbst, dann von W». Tailor in Taiwanfoo sehr mittelmässiger, unan-sehnlicher, pfefferkuchenartiger Thoa-Soa-Zucker und von E. Faberaus der Provinz Kwantung (Südchina) graugelber und weisser, mehligerZucker, dann saure, dunkelbraune Syrupe vor. (
Egypten. Dieses Land ist erst seit wenigen Jahren für dieZuckerproduction von Bedeutung geworden und lediglich durch die Be-mühungen des Vicekönigs. Es stehen bereits 17 Fabriken im Betriebe,während fünf andere im Bau begriffen sind. — Die Fabriken Egyptenssind fast sämmtlich Eigenthum des Vicekönigs, welcher diesen Industrie-zweig mit vieler Intelligenz pflegen hilft und die besten und dazuneuesten Maschinen und Apparate aus Europa beziehen liess. — Dieim Betriebe befindlichen 17 Fabriken verarbeiteten im Jahre 18722 350 000 Ctr. Rohr mit einer Ausbeute von 105 000 Tons Zucker.
Die ausgestellte Collection Zucker zeigte Producte aller Farben,liess aber den vorgeschrittenen Standpunkt, den die Fabriken einneh-men, sehr wohl erkennen.
Die ersten Versuche mit der Cultur der Runkelrübe sind gemachtund sollen so günstige Resultate geliefert haben, dass bei der vorherr-schenden Geneigtheit des Vicekönigs für die Einführung der Rüben-zuckerindustrie die Inbetriebsetzung grösserer Fabriketablissementsbald zu erwarten steht.