Druckschrift 
1 (1874)
Entstehung
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199
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Section II. a. Zucker.

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Rübenzucker hatten nur kleine Proben in Schachteln und Gläsern ein-gesendet und verdienen nicht der näheren und namentlichen Erwäh-nung.

Würdiger vertreten war Frankreich durch die aus Zuckerrohr er-zeugten Zucker seiner Colonien, obwohl auch hierbei zu bedauernbleibt, dass die ausgestellten Colonialzuckerproben, so gut sie in Bezugauf den Geschmack befriedigten, in Bezug auf Weisse, Schönheit undReinheit jedoch viel zu wünschen übrig Hessen. Sie standen dem deut-schen und österreichischen Zucker aus Rüben darin um ein Bedeutendesnach, wie das hei den unvollkommenen und mangelhaften Einrichtungender Colonialzuckersiedereien auch kaum anders sein kann, trotz desgrossen Gehaltes des Zuckerrohrsaftes und dessen aussergewöhnlicherReinheit.

Der Handelswerth der von den französischen Colonien eingeführtenZucker betrug im Jahre 1870 etwas über 51 Mill. Frcs. und zwarvon Guadaloupe 22 3 /io Mill., von Martinique 16 6 / 10 Mill., von derInsel Reunion 9 Vs Mill., von St. Marie de Madagascar 2 x / 2 Mill., undvon Guyana 1 / 10 Mill. Frcs. In dieser Colonie gab es ursprünglich nureinige Raffinerien, welche ein Privilegium besassen und die Einwohnerunverzeihlich verkürzten, bis diese anfingen, ihren Zucker selbst zubleichen.

Guadaloupe hatte den schönsten und weissesten Zucker ausge-stellt. Im Jahre 1872 führte diese Colonie an 31 Mill. Kg Zucker und36 000 1 Syrup aus. Die Fabrikationsmethode verbessert sich dortmit jedem Jahre seit der Errichtung der Centralzuckersiedereien.In Folge dieser Einrichtungen erhalten die mit kleinen, mangelhaftenApparaten ausgestatteten Grundeigenthümer, welche früher kaum 5 Proc.Zucker aus dem Zuckerrohr gewonnen, gegenwärtig dieselbe Quantitätkostenfrei, ohne seihst fabriciren zu müssen und können ihre Sorgfaltmehr der Cultur des Rohstoffs zuwenden. Die Besitzer der Central-siedereien erhalten wieder mit Hilfe verbesserter Apparate eine Aus-beute von wenigstens 10 Proc. Zucker, von denen ihnen die Hälfteverbleibt, und erzeugen viel bessere Zucker.

Unter den Ausstellern von Guadaloupe ist besonders hervorzuhebender Marquis de Rangougne, Zuckersiederei Clugny, welcher ver-schieden gekörnten, schönen Krystallzucker und centrifugirte weisseZucker eingesendet hatte. Danach Comte de Chazelles, SiedereiMarly und A. Duchassaing de Fonbressin mit guten Krystall-undKornzucker.

Martinique exportirte im Jahre 1872 an 40 Mill. Kg Zuckerund 134 000 1 Syrup. Die Qualität dieser Zucker gehört aber nurzu den mittelmässigen. Wenige Siedereien erzeugen mit Hilfe ver-besserter Apparate bessere Producte, darunter Bougenot & Co. undRousselot & Co.