Section II. a. Zucker.
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Ein- und Ausfuhr an Zucker:
(Brod-, Hut-, Kandiszucker etc. als Rohzucker berechnet).
Kalender-
jahr
Einfuhr
Zollcentner
Ausfuhr
Zollcentner
1836
1 030 539
44 607
1840
1 030 954
53 820
1845
1 413 836
97 785
1850
1 054 730
195 697
1855
934 052
190 895
1860
107 739
77 257
1865
284 554
130 292
1870
140 683
424 013
Die Einfuhr an Colonialzucker, welche im Jahre 1845 noch1 413 836 Zollcentner betrug, hat sich bis zum Jahre 1870 auf 140 683Zollcentner, also um das Zehnfache vermindert, während im Jahre1870 die Ausfuhr an Zucker, 424 013 Zollcentner gegen 44 607 Zoll-centner des Jahres 1836, sich fast verzehnfacht hat. Die grösste Aus-fuhr fand übrigens in den Jahren 1866 und 1867 statt; sie betrug fürdiese Jahre beziehungsweise 859 504 und 733 004 Zollcentner. DieseZahlen werden noch bemerkenswerther im Hinblick auf die währenddieses Zeitraumes pr. Kopf der Bevölkerung so ausserordentlich ge-stiegene Consumtion von Zucker. Diese sowie die wichtigsten übrigendie Rübenzukerindustrie charakterisirenden Zahlenwerthe finden sichin der nachstehenden Tabelle. Aus derselben ist für die Betriebsjahre(Campagnen) 18 36 /ä7 bis 18 72 / 7 3 nach den vorliegenden amtlichen Er-mittelungen zu ersehen:
die Zahl der Fabriken,
die Quantität der von denselben verarbeiteten Rüben,die daraus producirten Mengen Rohzucker,die seit 1840 dafür entrichteten Steuerbeträge,die Rübenmengen, welche zur Herstellung eines ZollcentnerZuckers erforderlich waren,
sowie der für die Kalenderjahre 1836 bis 1872 progressivisch ge-stiegene Zuckerconsum pr. Kopf der Bevölkerung.
Diese Zahlen bekunden am besten den ausserordentlichen Auf-schwung, den die Rübenzuckerindustrie genommen hat und lassen er-kennen, dass in ihr, der Besiegerin des Colonialzuckers, ein technischesGewerbe von höchster landwirthschaftlieher Bedeutung erstanden ist,welches mit Recht den grossen Errungenschaften der Neuzeit zuge-zählt werden darf! —