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Gruppe I. Bergbau und Hüttenwesen.
An die Erzeugnisse der Kupferhütten schlossen sich selbstver-ständlich mehrfach Ausstellungen von Kupfer- und Messingwaaren an,unter denen sich namentlich in der französischen, deutschen und unga-rischen Abtheilung vortreffliche Fabrikate in reichlicher Auswahl vor-fanden; die nähere Besprechung derselben muss indessen, als zuGruppe VII. (Metallindustrie) gehörig, hier unterbleiben. Einer beson-deren Erwähnung bedarf aber noch die
Phosphor bronze,
welche in der letzten Zeit die Aufmerksamkeit in erhöhtem Maassewieder auf sich gezogen hat, und für gewisse Zwecke ein werthvollesMaterial zu werden verspricht. Bereits im Jahre 1848 nahm A. P arkesin Birmingham ein Patent auf den Zusatz von Phosphor zu Kupferund Kupferlegiruiigen und empfahl die Anwendung phosphorhaltigenKupfers, namentlich zu Röhren, Schiffsbeschlägen und Walzen für denKattundruck; weitere Versuche wurden später auf Percy’s Veranlas-sung durch J. B. M e r r i a n bezüglich der Widerstandsfähigkeit derselbengegen Seewasser, und von F. A. Abel bezüglich der Verwendbarkeitvon Phosphorbronze als Geschützmetall ausgeführt. Seit der letztenPariser Ausstellung ist es den verdienstlichen Bemühungen von G. Mon-tefiori-Levi in Brüssel und 0. Kiinzel in Val-Benoit bei Lüttichgelungen, dem Materiale in weiteren technischen Kreisen Verbreitungzu verschaffen. In der belgischen Abtheilung bemerkte man in Gruppe XVI.daraus gefertigte Waffen und Waffentheile, namentlich Gewehrverschlüsse,dergleichen bereits bei Anfertigung der Comblain-Gewehre im grossenMaassstahe in Belgien Eingang fanden, eine Feldkanone von 396 KgGewicht, ferner Patronenhülsen, Schiffsnägel, Schnallen, Steckna-deln u. s. w.; in der Schweizer Abtheilung waren durch OberstlieutenantR. v. Erlach in Aarau ebenfalls Handfeuerwaffen ausgestellt, endlichim deutschen Reiche aus der Fabrik von G. Höper & Co. in IserlohnAchsenlager, Kammräder und eine Ilochofenform. Ein geringer Phos-phorgehalt der Bronze, welcher nach darüber bekannt gewordenen Mit-theilungen etwa 1 / i bis 1 / 3 Proc. beträgt — neuere Analysen lagen inWien nicht vor — ist im Stande, je nach der Menge davon, die Eigen-schaften der Legirung in verschiedener Weise dem jeweiligen Zweckeentsprechend zu modificiren, so dass sie, wie die ausgestellten Gegen-stände manifestirten, einer mannigfachen Verwendung fähig ist. Die-selbebesitzt einen gefälligen Farbenton, einen niedrigeren Schmelzpunktals gewöhnliche Bronze, füllt die Formen beim Giessen sehr gut aus,entmischt sich weniger leicht und zeigt ein gleiehmässiges dichtes Ge-füge. Bei geeigneter Zusammensetzung und Behandlung lässt sie sichgut walzen und stanzen, ferner von mehr oder minder grosser Härteund von sehr beträchtlicher Festigkeit und Elasticität darstellen. Be-züglich der letzten beiden Eigenschaften geben wir nachfolgend die in