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1 (1874)
Entstehung
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Gruppe I. Bergbau und Hüttenwesen.

erzeugt: 671 Ctr. Kupfer, 2009 Ctr. Kupfervitriol, 1166 Ctr. Kupfer-waaren, 172 Pfd. Silber, 23 Pfd. Mühlgold und 17168 Ctr. Schwefel-säure von 60° und 66° B., welche Producte im Ausstellungspavillon derGesellschaft schön repräsentirt waren. In Folge der grossen Erweite-rungsbauten in den Eisen- und Kohlenwerken, dadurch hervorgerufenenSteigens der Löhne und Herabgehens der Kupferpreise ist indessenleider gegenwärtig die Metallindustrie nicht mehr lohnend und sindvon den ursprünglichen acht Metallhütten nur noch zwei (Cziklowaund Szaszka) zeitweilig im Betriebe. Die Schwefelsäurefabrikation ausKiesen, anfänglich hauptsächlich wegen der Entsilberung von Kupfer-granalien errichtet, erfreut sich auch als selbstständiger Betrieb einesfortwährenden Aufschwunges; im Jahre 1872 wurden 38 114 Ctr.Säure von 60° und 66°B. producirt.

Wenden wir uns nach Oesterreich, so ist unter den Staatswer-ken nur die Kupferhütte von Brixlegg im Unterinnthal hervorzu-heben. Dieselbe bereits 1450 bis 1470 angelegt, wurde in neuesterZeit (1870) als Centraleinlösungshütte für die ärarischen Metallberg-baue in Tyrol und Salzburg organisirt und verarbeitet sehr verschie-denartige Materialien. Hierhin gehören die Kiese und Fahlerze mit5 bis 27 Proc. Kupfer und 0'070 bis 0250Pfd. Silber im Centner vonSchwaz, Madersbacher Köpf! (auch etwas Nickel und Kobalt führend),Kogl, Klausen und Idirschwang (Niederösterreich), ferner Bleiglanz vonSchwaz mit 15 bis 17 Proc. Blei, 0017 Pfd. Silber und von Klausenmit 45 bis 60 Proc. Blei, 0'07 bis 009 Pfd. Silber, Golderze von Lendund Böckstein (Salzburg), endlich Bohlecli von Kitzbichel, mit durch-schnittlich 24 Proc. Kupfer, der von der Rohschmelzhütte zu Jochbergabgeliefert und wegen besonderer Reinheit des daraus erzeugbarenKupfers gesondert verhüttet wird.

Die Kupferarbeit besteht im Verschmelzen der theils gerösteten,theils ungerüsteten Erze in einem sechsförmigen Hochofen (63 m Höhe,15 m Gichtweite, l - 2 m Weite im Schmelzraum) mit geschlossenerGicht auf Rohlech, Concentriren des gerösteten Rohleches im Flamm-ofen und Verarbeiten des todt gerösteten Concentrationssteines entwederauf Blockkupfer im Raffmirofen oder auf Rosettenkupfer mittelst Durch-stechens im Einlassofen und Rosettirens. Die gold- und silberhaltigenErze gehen in die Bleiarbeit und wird das schliesslich erzeugte Schwarz-kupfer der Extraction durch Schwefelsäure unterworfen, das silber- undgoldhaltige Blei abgetrieben.

Die jährliche Production der Brixlegger Hütte beläuft sichdurchschnittlich auf 5000 Ctr. Kupfer, 1200 Ctr. Kupferblech, 600 Ctr.Tiefwaaren u. s. w., ausserdem 1500 Pfd. Silber, 20 Pfd. Gold, etwasGlätte und Speise. Der ganze Betrieb war ausser durch die ausgestelltenErze, Leche und Fabrikate auch durch einen Situationsplan der Hütten-anlage und durch ein hübsches Modell des Hochofens erläutert.