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Gruppe I. Bergbau und Hüttenwesen.
in instructiver Weise einestheils die verschiedenen Iliittemprocesse dar,anderntheils durch das Grössenverkältniss der auf den Pyramidenflächenaufsteigend angebrachten Würfel das Gewichtsverhältniss von dem Roli-materiale zu den daraus erzeugten Zwischen- und Endprodukten. Beiden Mansfelder Hütten liefern hiernach
4 3SC000 Ctr. Schiefer und Erz;
356 525 Ctr. Rohstein, 3 837 750 Ctr. Rohschlacke;
146 000Ctr.Spurstn.,105 900 Ctr.Scliwefelsäure,241 626 Ctr.Spurschlackc;
10 000 Ctr. Kupfer, 450 Ctr. Silber,und erhellt, welche enorme Quantitäten von erdigen und sonstigenBestandtheilen bei Verarbeitung der armen Kupferschiefer verschlacktwerden müssen, um zu verwerthbaren Producten zu gelangen.
Die Güte des Mansfelder Kupfers war durch verschiedene Fabri-kate dargethan, unter denen eine Pfanne und Kupferbleche von be-trächtlichen Dimensionen, eine Feuerbüchse, dünne gehämmerte Kesselund Röhren hervorzuheben sind.
Am Unterharze tritt in den Wiessenbacher Schiefern der devoni-schen Formation im Rammeisberg bei Goslar ein mächtiger lager-ähnlicher Stock auf, dessen Masse aus Schwefelkies, Kupferkies undBlende besteht,. Die früher nur auf Bleierze, jetzt aber hauptsächlichauf Kupfererze und Schwefelkies geführte Erzförderung, betrug 1872422 000 Ctr. Das Rösten der Erze geschieht auf Ockerhütte seit 1872in Kiesbrennern, das in Krummöfen gewonnene Sehwarzkupfer wirdseit 1858 durch Schwefelsäure entsilbert und auf Vitriol, dessen jähr-liche Production sich auf 20 000 Ctr. beläuft, verarbeitet. Wie bereitsoben angedeutet, hat man in diesem Jahre eine neu errichtete Extrac-tionsanstalt in Betrieb gesetzt. Dieselbe arbeitet nach dem in Eng-land üblichen Systeme und hatte durch eine Zeichnung die Situationihrer staffelförmig angeordneten Anlagen (Walzwerk, Oxydationsöfen,Mühlen, Rösthütte, Laugerei), sowie auch die einzelnen Stadien desProcesses durch die betreffenden Materialien (mit Kochsalz zusammen-gemahlenes Erz, geröstetes Erz, ausgelaugtes Erz, Fällkupfer) vorge-führt.
Es sind ferner hier noch zu erwähnen die Oberharzer undFreiberger Hütten wegen ihrer Erzeugung von Kupfervitriol, der inder Menge von bezüglich 10 000 Ctr. und 27 000 Ctr. per Jahr dortein wichtiges Nebenprodnct der Blei- und Silbergewinnung ausmacht.Derselbe wird am Oberharz bei Entsilberung der Schwarzkupfer, zuFreiberg bei Entsilberung des gerösteten Kupferconcentrationssteinesdurch Schwefelsäure gewonnen.
An dem Ehrendiplome, welches dem fmeussisclien Handelsministe-rium (Abtheilung für Berg-, Hütten- und Salinenwesen) zuerkanntwurde, haben die Harzer Hütten einen berechtigten Antlieil; die gleicheAuszeichnung erhielt auch das kgl. sächsische Oberhüttenamt Freiberg.