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Gruppe I. Bergbau und Hüttenwesen.
fern gehalten und die Ausstellung, wenn wir von der Firma Matthey,Johnson & Co. abselien, in dieser Richtung gar nicht beschickt, worinwir ein bedeutsames Zeichen finden dürfen, dass die englischen Hütten,wohl im Bewusstsein ihrer Macht, in der activen Betheiligung an deninternationalen Schaustellungen kein ihre Interessen förderndes Mittelerkennen. — Frankreich, dessen Eisenwerke von der Loire und vonCreuzot sich in hervorragender Weise betheiligt hatten, führte von derGewinnung der übrigen Metalle nur ganz Vereinzeltes vor. Die rühm-lichst bekannten Kupferwerke von Lavoissiere et fils, Paris, undManhespere et fils, Lyon, hatten in würdiger Weise ihre Leistungs-fähigkeit veranschaulicht, können aber hier nur vorübergehend in Betrachtkommen, da sie sich im Allgemeinen auf die Raffination der Metalle,namentlich amerikanischer Kupfer, beschränken und der Schwerpunktihrer Fabrikation in der Vearbeitung des Kupfers (Gruppe VII.) liegt. —Italien und ebenso Portugal brachten vorwiegend von ihren metall-führenden Naturproducten, wenig von den Erzeugnissen der Hütten;reichlicher fand sich Spanien vertreten, nur erschien es leider so spätund wenig geordnet auf dem Platze, dass den Berichterstattern nur einflüchtiger Einblick in die mannigfaltige Metallerzeugung dieses Landesvergönnt war. — Von Russland bemerkte man die Betheiligung derbedeutendsten Kupfer- und Zinkwerke; ebenso auch von Schwedenund Norwegen die wichtigsten Metallhütten überhaupt. — Nord-amerika hatte von seiner ganzen beträchtlichen Metallerzeugung (mitAusnahme des Eisens) nur in der Nickelfabrikation Bemerkenswerth.esgeschickt. Das namentlich wegen seiner Kupferproduction für Europaso wichtig gewordene Chili fehlte gänzlich. In den Ausstellungen derTürkei und der asiatischen Länder fanden sich nur sporadischAndeutungen über die Metallerzeugung und zwar mehr von ethnogra-phischem als technischem Interesse.
Die seit der letzten internationalen Ausstellung 1867 gemachtenFortschritte der Metallhütten bestehen im Allgemeinen nichtsowohl in der Erfindung prineipiell neuer Methoden und Apparate alsvielmehr in der weiteren Ausbildung von bereits früher Vorhandenemund in dem’Bestreben, die Productionsmenge, mit Ersparung von Ar-beitskräften, zu steigern.
Bezüglich n o u e r R ö s t v o r r i ch t un g e n ist besonders S t e t e f e 1 d t’s1866 patentirter Röstofen hervorzuheben, welcher, aus dem bewährtenGerstenhöfer'sehen Schüttofen hervorgegangen, namentlich für daschlorirende Rösten silberhaltiger Bleierze berechnet ist, indem, er auchdie Verarbeitung sinternder Erze gestattet. Derselbe leistete besondersin Nevada (Amerika) vielfache schätzbare Dienste. Wie durch dieVeröffentlichungen bereits genügend bekannt, unterscheidet er sich vonGerstenliöfer’s Apparat imPrincip hauptsächlich dadurch, dass die Erz-bänke weggelassen sind, und die pulverigen mit Kochsalz gemengten