Druckschrift 
1 (1874)
Entstehung
Seite
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Stabeisen und Stahl.

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Stärke und 950 Kg Gewicht, sowie ein Feuerhuchsblech von untadel-hafter Ausführung zeigen die Möglichkeit, auch aus schlechten ErzenStahl von bester Qualität, zu erzeugen. Die dem Geheimen Commercien-rath vonRuffer gehörige Pi elahiitt e in Oberschlesien weist durch eineAuswahl von Profilabschnitten in Feinkorn- und Puddelstahl durchAetzung - die Paquetirung und vollkommene Schweissang nach. DieActiengesellscliaft Eisen- und StahlwerkOsnabrück zeigt inihren Iroducten aus Bessemerstahl und deren Biegungsproben vorzüg-liche Qualität; die sächsische G-usss t ahl fahrik zu Döhlen zeichnetsich durch ihre Fabrikate aus Tiegelgussstahl, namentlich durch Federnvon grösser Tragfähigkeit und durch Messer zur Papierfabrikation,eine Specialität des Werkes, aus. Dasneue Stahlwerk, Commandit-gesellschaft Daelen, Schreiber & Co. zu Bochum hat dieeinzelnen Stadien der Bandagenfabrikation vorgeführt, vom rohen, ge-schmiedeten und gelochten Bessemerstahlblock an bis zum Fertigpro-duct, welches nicht, wie gewöhnlich, durch Walzen hergestellt wird,sondern in der Art, dass unter einem schweren Hammer durch, einenSchlag alle vier Seiten des Bandagenprofils gehämmert werden, wodurchnach Daelens Ansicht die Streckung und Zusammenfügung aller Mole-cüle eines jeden Querschnitts eine vollständig gleichmässige wird. DieActiengesellschaft Steinhauser-IIiitte zu'Witten a. d. Ruhrist deshalb auszuzeiclmen, weil sie eine der ersten in Westfalen dieFabrikation von Bessemerstahl durchgeführt hat; das Verfahren, welchesdurch Bruchproben dargethan war und nach welchem mitten in denBessemeringot eine alte Eisenschiene eingegossen und mit demselbenausgewalzt wird, um der Fertigschiene einen Feinkornsteg zu geben,wird nicht von allen Sachverständigen als mustergiltig anerkannt. Vonder hervorragendsten Bedeutung sind die Leistungen des BockumerVereins für Bergbau und Gussstahlfabrikation zu Bochum.Sie sind repräsentirt durch ein 32 m langes, 156 mm im Durchmesserhaltendes, 5500 Kg schweres Pumpengestänge, ferner in einer zweimalgekröpften Gussstahlwelle, ganz besonders aber durch den von demtechnischen Director des Werkes, Jacob Meyer, cultivirten Stalilfagon-guss, als dessen volle Bewunderung erregende Probe eine 9000 Kgwiegende Schiffsschraube vorgeführt ist, sowie ein Cylinder für einenDampfhammer von 7000 Kg Gewicht, eine 2850 Kg schwere, 188 mweite Gussstahlglocke und Eisenbahnherzstücke, alle Gegenstände invorzüglichster Ausführung. Die Bedeutung der Fabrik geht daraus her-vor, dass sie 9G0 000Ctr. Gussstahlfabrikate im Werthe von 6 MillionenThaler im Jahre 1872 darstellte. Die Gussstahl fabrik vonFriedrich Krupp zu Essen hat auch auf dieser Ausstellung ihrenlängst bewährten Ruf aufrecht erhalten. Ein Tiegelgussstahlblock von14 m Höhe und 2100 Kg Gewicht, welcher für ein Geschütz von037 m Bohrung bestimmt ist, erregt volle Bewunderung; nicht minder