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Gruppe I. Section II. Eisenhüttenwesen.
hat er auch auf der Ausstellung seine reichliche Vertretung gefunden,welche in ihre Einzelheiten zu verfolgen der Raum nicht gestattet,weshalb auch hier mir einige wichtige Momente herausgegriffen werdensollen, ohne behaupten zu wollen, dass alles Vorzügliche damit erschöpftwürde.
Von Bowling Iron works zu Bradford sind ein Zahnrad,kleine Scheiben- und Speichenräder aus Gussstahl in grosser Voll-kommenheit der Formenausfüllung geliefert, ferner zusammengebogeneGussstahltyres, Kesselboden aus Gussstahlblech mit gebördeltem Rand,welcher unter dem Dampfhammer geschmiedet ist. — Schneider &Comp, zu Creuzot hat in seiner Gesammtausstellung schöne Probenvon Gussstahlfabrikaten (Eisenbahnschienen, Laschen, Fagons in ver-schiedenen Profilen, einen vollständigen Rädersatz mit Achse) vorgeführt;die Qualitäts- und Biegungsproben sind wegen der Vollkommenheit derQualität besonders hervorzuheben. Die Compagnie der Eisen- undStall Iwe rke Firm in y zu Firminy hat neben Rädersätzen, Eisen-bahnschienen , Kanonenrohren, ' Flintenläufen, Maschinentheilen ausMartinstahl ausgezeichnete Federn zur Anschauung gebracht, sowieRivollier, Bietrix & Co. zu St. Etienne Stahlbandagen in ver-schiedenen Dimensionen, ein aus Gussstahl gegossenes konisches Radmit vorzüglich ausgeprägten Formen.
Schweden ragt mit seinen Bessemerstahlproducten hervor: sodie Eisenbahnschienen von der Stora Kopparberg’s Bergwerks-gesell Schaft mit guten Biegeproben; die vorzüglichen Beispiele weite-rer Verarbeitung von Bessemerstahl von Christian Aspelin zu Fa-gersta, von welchem zugleich eine grosse Reihe von flachen und run-den Stahlstäben und Stahlblechen ausgestellt sind, welche in der Expe-rimentalwerkstätte des Dr. Kirkaldy in London einer Reihe hier zurAnschauung gebrachter Untersuchungen über ihre Widerstandsfähigkeitbeim Reissen, Biegen, Zusaimnendrücken, Dehnen u. s. w. unterworfenworden sind, wodurch die vorzügliche Beschaffenheit des Materials dar-gethan ist; ein Kessel aus solchen Stahlblechen, welcher trocken ange-feuert worden war, ist nicht zerrissen oder explodirt, sondern zeigtenur tiefe, beulenartige Eindrücke. Auch Motala lieferte Bleche ausMartin- und Bessemerstahl insehr guter Qualität. C. R. Ulff zu Wik-m anshy ttan zeigte Fabrikate aus Uchatiussstahl, d. i. Gussstahl, welcherdurch Schmelzung von granulirtem Roheisen mit 70 Proe. gepulvertenreichen Magnet- und Rotheisensteinen und Kohlenpulver in Tiegelnerzeugt wird.
Von deutschen Werken ist zunächst das Borsigwerk zu be-zeichnen, weil es das einzigein Schlesien bis jetzt ist, welches Stahl nachder Methode von Siemens-Martin darstellt; die ausgestellten Bruch-und Zerreissungsjn’oben der Güsse sowie der raffinirten Producte,ferner ein Gussstahlblech von 5’30 m Länge, 1*70 m Breite, 13 mm