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1 (1874)
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64
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64 Gruppe I. Section II. Eisenhüttenwesen.

III. Fabrikation von Stabeisen und Stahl.

1. Vorrichtungen.

Durch Henry Reichmann in Cincinnati ist ein kleines Modell desbekannten rotirenden Puddelofens von Danks ausgestellt, überdessen Zweckmässigkeit in der Literatur vielfach verhandelt ist und wird.

Einen andern rotirendenPuddelofen mit zugehöriger Betriebs-dampfmaschine hat William Seilers u. Comp, in Philadelphia zurAusicbt gebracht. Derselbe von Birnenform ist um die Längsachsein horizontaler Eichtung drehbar, seine Länge circa 188 m, seine Höhe1"76 m; die Feuerung beruht auf dem Siemenssehen Regenerativ-system und werden die Gase kurz vor dem Eintritt in die Birne mitheisser Luft, welche durch die abziehende Flamme in einem Röhren-apparat erhitzt wird, gemengt. Die Flamme geht in der obern Hälfteder Birne entlang, wendet sich nach unten, bestreicht das Metallbad undgeht durch eine Oeffnung nach der Esse, nachdem sie vorher einenWinderhitzungsapparat passirt hat. Die Birne ist mit einem 52 mmdicken Futter versehen, welches aus einem Gemengte von pulvei'förmi-gem reinstem Hämatit, mit hydraulischem Gement und Wasserglas be-stehen soll und dickbreiartig aufgetragen wird; a*uf dasselbe bringtman ein zweites Futter von 78 bis 108 mm Dicke, indem man Erz-klumpen von Hämatit mit reiner Schlacke schmilzt und über die ganzeBirne vertheilt. In der Mitte der Birne ist eine kleine durch einen Thon-pfropfen verschliessbare Oeffnung angebracht, durch welche die Schlackeabläuft. Unter der Birne ist noch ein circa 18 mm weites schmiede-eisernes Rohr mit kleinen Oeffnungen nach unten angebracht, in wel-chem Wasser circuliren kann, um erforderlichen Falles das Gefäss zukühlen. In die Birne bringt man sechs Centner flüssiges Roheisen.Nach etwa 25 Minuten wird Schlacke abgelassen und nach weiteren10 Minuten ist der Process vollendet. Auf Edgemore Ironworks beiPhiladelphia sind fünf, solcher Oefen bereits über ein Jahr in ungestör-tem Betriebe.

Ein dritter rotirenderPuddelofen ist von Josef von Ehren-werth in der Kärnthner Ausstellung im Modell gezeigt. Zur Gasfeue-rung eingerichtet, aber'auch für jede andere Feuerung geeignet, erhältder tellerartige flache gusseiserne Herd, in welchem zu gleichmässigerDurcharbeitung des eingeschmolzenen Eisens Rührschaufeln mittelstMaschinen oder Handarbeit bewegt werden können , seine Rotation umeine verticale Achse. Zur Kühlung des Bodens sind Brausen angebracht ,während die Seitenwände dadurch gekühlt werden, dass sie hohl her-gestellt sind und in den Zwischenräumen Wasser circulirt. Nach dem

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