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1 (1874)
Entstehung
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Giessereibetrieb.

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Ansicht gebracht sind. Die Hochofenschlacke wird granulirt, mit Kalkgemengt und geformt, die Steine werden mittelst hydraulischer Pressenstark gepresst und demnächst einige Tage an der Sonne getrocknet.Die Steine sind sehr leicht und gestatten ein schnelles Austrocknender Häuser. Für .elegantere Bausteine wird die granulirte Schlacke vorder Vermengung mit Kalk gemahlen und dann in gleicherweise behandelt.

Auf der Laurahütte in Oberschlesien hat man Versuche gemacht,die Hochofenschlacke zur Cementfabrikation zu verwenden undhat als Resultate dieser Versuche Ornamente und eine mit diesem Cementgemauerte Säule ausgestellt.

Zu erwähnen ist auch die Schlackenwolle, welche auf derGeorg-Marien-IIütte hergestellt wird. Die Schlacke wird in ein Gefässgeleitet und dort einem lebhaften Dampfstrahl ausgesetzt, welcher be-wirkt, dass die einzelnen S.chlackentheile sich fadenartig gruppiren undeine faserige Masse bilden, welche wie Wolle gehandhabt werden kann;dieselbe wird auf dem Werke selbst als Packungsmaterial für Dampf-leitungen in Schichten von 3 bis 5 mm Stärke und mit Leinwand um-wunden vortlieilhaft benutzt.

II. Giessereibetrieb.

Die Fabrikation von Gussstücken war in der Ausstellung in man-nigfachster Weise vertreten.

1. R ö h r e n g u s s.

Unter den ausgestellten Gusswaaren nehmen die Röhren eine her-vorragende Stelle ein, welche von den meisten grösseren Röhrengiesse-reien vorgeführt sind. Alle überragt die anonyme Gesellschaft derHochöfen, Giessereien und Anstalten für Constructionen von Marquise(Pas de Calais), welche ihre weltberühmten Röhren in allen Dimensionenvon 0'06 m bis l'l m innerem Durchmesser zur Anschaiiung bringt.Die Röhren werden auf mechanischem Wege stehend geformt mittelstder von A. Davailly, Director des Werkes, erfundenen Formmaschine,welche eine tadellose, exacte und rasche Herstellung der Röhren sichert.Die Röhren erhalten Längen von 2'5 m bis 4 m mit innerm Durch-messer von 0'35 m und darüber; auchCylinder für das Auskleiden derSchächte nach dem S3 T stem von Kind-Chandron werden in Dimen-sionen von 240 m bis 3'89 m äusserm und 2'1G m bis 3'65 m inneremDurchmesser, welche einen Druck von 18 Atmosphären von aussen nachinnen aushalten, auf jenen Werken her gestellt. AuchHaldy, Roech-ling & Co. zu Pout-ä-Mousson haben eine reiche Auswahl von guss-eisernen, stehend gegossenen Röhren ausgestellt und dabei als Qualitäts-probe für die xlusführung in Längsschnitten die gleichmässige Wandstärke