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1 (1874)
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Gruppe I. Section II. Eisenhiittenweseu.

Zweite Section.

Eisenliiittenwesen # ).

I. Rolieisendarstellung.

1. Rohmaterialien.

Eisenerze aus allen Formationen und in jeder mineralogischenBeschaffenheit finden sich, wie bereits in dem allgemeinen Theil aus-geführt ist, in fast allen Collectiv- und Einzelausstellungen, in vielenFällen mit den hüttenmännischen Producten vergesellschaftet. Magnet-eisenstein und Eisenglanz, Roth- und Brauneisenstein in derber undmulmiger Gestalt, Spatheisenstein, Thoneisenstein, Kohleneisenstein,oolithische Eisenerze, Bohnerze, Raseneisenerze, manganhaltige Eisenerzesind in den verschiedensten Abarten pind in den mannigfachsten Ge-haltstufen vertreten, bisweilen erläutert durch beigegebene Analysen:sie alle hier aufzuführen, würde viel zu weit führen. In Oberschlesienverwendet man häufig Puddelschlacke mit hohem Eisengehalt in denHochöfen, welche dazu dient, den mulmigen Brauneisenstein im Ofenaufzulockern und, wie die ausgestellten Proben zeigen, der Qualität desEisens keinen Eintrag thun. Erwähnenswerth sind die phosphorhaltigenEisenerze, welche die Prager Eisenindustriegesellschaft bei Kladno ver-arbeitet und durch eine Entsphosphorung zum Verhütten geschicktmacht, indem man durch Röstung von Kiesen schweflige Säure ent-wickelt , und diese auf die in einem Bassin mit Wasser liegenden undmit Salzsäure getränkten Erze leitet, wodurch die an Thonerde gebun-dene Phosphorsäure ausgeschieden und .schwefelsaure und schweflig-saure Thonerde als Nebenproduet gewonnen wird. In neuerer Zeitstellt man zu diesem Zweck die schweflige Säure durch Reductionvon Schwefelsäure mittelst Kohle dar-in Bezug auf Brennmaterialien lässt die Ausstellung zur Ge-nüge erkennen, dass die Darstellung von Roheisen bei Holzkohlen -

*) Mit Unterstützung des Herrn Bergassessor Kühn aus Breslau unddes Herrn Hütteninspeetor Wie hm er zu fileiwitz bearbeitet.