B. Salzwerke.
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in der prenssischen Provinz Sachsen in einer grossartigen Steinsalz-pyramide mit den besonders ausgestellten werthvollen Kalisalzen, des-gleichen Leopoldshall im Herzogthum Anhalt,. Friedrichshall in Würt-temberg durch einen grossen krystallhellen Steinsalzklotz, sondern ganzbesonders auch die galizischen Werke des österreichischen Kaiserstaatsvon Wieliczka und Bochnia', die siebenbürgischeu von Maramaroscz undMarosüjvar, die Kalisalze vonKalusz; auch Rumänien hat seine Schätzevon Tirgn Okna ausgestellt; es fehlt auch nicht Russland, wo im Gou-vernement Orenburg durch Pervoushin Steinsalz gewonnen wird, undCordona aus Spanien. Ganz besonders hervorzuheben sind die schönenSteine und Kalisalzproben Ostindiens, welche letztere erst in neuesterZeit aufgefunden sind.
Die Ausgewinnung des Salzthons in den SalzkammergüternOesterreichs durch Sinkwerke wurde bereits oben bei den durch dask. k. Finanzministerium hervorgehobenen Modellen dieser Sinkwerks-anlagen erwähnt. Die aus der in solcher Weise erhaltenen Soole aufden österreichischen Sudwerken dargestellten Salzsorten (Fuderl undStockerl) haben im Pavillon des k. k. Ackerbauministeriums Platz ge-funden.. In der deutschen Abtheilun g finden sich vorzugsweise die Siede-produote der preussischen königl. Salinen in den Provinzen Sachsen,Westfalen, Rheinprovinz, Hessen, ferner der grossherzoglich hessischenund grossherzoglich badischen Salinen, der Salinen in Lothringen, wobeiauch das Viehsalz in Korn wie in Lecksteinform seine Vertretunggefunden hat.. Die deutschen Salinen erhalten die Soole meistentheilsaus Bohrlöchern,. welche zum grössten Theil bis ins Steinsalz vorge-drungen sind, nur in Westfalen schöpft man das Salz mittelst Bohr-löchern aus imprägnirten Gesteinen; an einzelnen Punkten sind vonfrüherer Zeit noch Soolschächte niedergebracht, welche der Soole alsReservoir dienen.
Auch in dem Gouvernement Perm in Russland findet sich ein aus-gedehntes Steinsalzlager, welches durch Bohrlöcher aufgeschlossen undnutzbar gemacht ist. Der Graf Schnwalow besitzt an den Ufern derKama ausgedehnte Salzsiedereien. Das Modell eines Siedehausesist ausgestellt, aus welchem her-vorgeht, dass man auch dort bemühtist, die neueren Erfahrungen in der Salzdarstellung sich zu Nutze zumachen.
Die Länder, welche sich einer keissern Zone erfreuen, sind zahl-reich mit Producten aus den Meersalinen, den sogenannten Salzgärtenund Steppen vertreten, wobei hervorzuheben sind Italien, Russland (amKaspischen Meere), die Türkei, Egypten, ganz besonders aber Portugalum deshalb, weil mit den Producten zugleich eine Zeichnung der Salz-gärten und der dabei verwendeten Gezähstücke ausgestellt ist.