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Wappenbuch von den Ersten : gen. "Codex Seffken"
Entstehung
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Die untere Hälfte des Titelblattes, die hier allein in Betracht kommt trägl zuerst den Titel:dit is dat Wapen bouch van den Erssten sodann Zusätze von zwei verschiedenen Händen,welche von späteren Inhabern beigefügt wurden, um Anhaltspunkte zu gewinnen zur Bestimmungder Zeit, in welcher das Wappenbuch entstanden ist.Der Zusatz erster Hand lautet:

Arnoldus Hörnern filius domini ab Hörnt fuit Episcopus Leodiensis.Anno christianorum M. ('('('. /.. XX. /X.Diese Bemerkimg bezieht sich auf das Wappen Taf. 26v No. 5.

Die Zusätze zweiter Hand lauten:

Philippius audax ,/u.v burgundie, filius Johannis regis francicu, Anno M. CCC. LXXX (Taf. 27 No. 4).

Ludovicta dictus bonus dux borboniae Anno M. CCC. LXXX (Wappen Taf. 28 No, 4).

Robertos dominus d'Arckel Anno .1/". CCC. LXXX, (Tat. iS No. 2: h. roeberechl Erckel).

Diese Bemerkungen wollen augenscheinlich den Nachweis liefern, dass das Buch in der Zeit von 1380

zusammengestellt wurden ist.

In derselben Richtung bewegen sich die Leiden obenerwähnten Gutachten, von denen das entere's Hage 10. Januarj 1.S57 datirt undJ. Adz." unterzeichnet ist. Herr Professor v. d. Linde vermuthetin dem Verfasser des Gutachtens einen Beamten des dortigen Archivs, der mit einer Abbreviatur seinesNamens (vielleicht Adriaanszoon) unterzeichnete. Obwohl unser Gewährsmann die Annähen als durchein Werk von De Stoppelaar (over de papiermerken) Überholt bezeichnet, wollen wir es doch nichtunterlassen, das Gutachten hier abzudrucken, da der Verfasser wie leicht zu ersehen, sich auf archivalischeForschungen stützt :

»De drie differente watermerken of papiermerken von dit Wapenboek, namelyk de P. de Lelieen de Ossenkop, komen alle voor in het Ryks Archief te 's Gravenhage, in het papier der GrafelykeRekeningen von Holland von het allerlaatste gedeelte der vertiende eeuw tuschen 1 ,v s " en [399, enmeest tuschen 1390 en [399. Voor 1380 en na [399 wurden die merken niet [alz.».] 1 ) meer ge-vonden."

Das zweite Gutachten, datirt 's Gravenhage, i<>. fanuarj [859, isteil" unterzeichnet. Hierzubemerkt Herr Prof v. d. Linde:die Schrift ist die mir genau bekannte Handschrift des HerrnM - F- A. G. Campbell, damaligen 2. Bibliothekars der Königlichen Bibliothek im Haag."

Das Gutachten enthalt im ersten Theile das negative Ergebniss einer Vergleichung des Wappen-buchs mit einer anderen Handschrift, anscheinend aus dem Anfange des [5. fahrhunderts. Sodann sagt

eingeklammerte Wort ist ein mit Bleistift gemachter Zusatz.

Herr Campbell: aus dem Umstände, dass auf Blatt 27 das Wappen van Horn'es als das des Bischöfevon Lüttich vorkomme, müsse der Schluss gezogen werden, dass unser Wappenbuch zwischen den Jahren[379 und [389 hergestellt wurde, da in dieser Zeit Arnold van Ilornes Fürstbischof von Lüttich ge-wesen sei.

Es ist dies genau dasselbe, was der Urheber des Zusatzes erster Hand auf dem Titelblatte hatsagen wollen. Ein Einwand gegen diese Zeitbestimmung wird nicht zu erheben sein.

Das Wappenbuch besteht, wie in dem ersten Gutachten erwähnt, aus Papier-Folioblättern mit denWasserzeichen P Lilie und Ochsenkopf Der Rand ist von einem späteren Besitzer, vielleicht im11,. oder 17. Jahrhundert durch aufgeklebte Papierstreifen verstärkt. Dieser angesetzt.' Rand trägt diePaginirung von 42 Blättern, die jedoch durch Ungeschicklichkeit des Buchbinders gänzlich ausserhalbdei arithmetischen Reihenfolge stehen.

Die einzelnen Blätter des in Hochfolio gebundenen Budhes sind in der Regel auf beiden Seiten

bemalt; jede Seile enthalt sechs in zwei (,)uerl< ilio - Reihen geordnete Wappen. Die vork. Hiilliuii len

Abweichungen ergehen sich aus der Uebersicht. Für die Reproduction ist das Querfolio-Format durchgeführtHinsichtlich der nachfolgenden Inhalts - Del, eisi.ht ging unser Bestreben dahin, alle Angaben indasselbe aufzunehmen, welche zur Beschreibung des Codex nothwendig sind, und namentlich eine sichereLesung der Ueberschriften zu begründen. Zahlreiche Wappen sind nicht ausgeführt und zahlreicheandere ohne Bestimmung gelassen. Diese Lücken auszufüllen, konnte nicht die Aufgabe des Heraus-gebers sein. Ich habe nur diejenigen Wappen bestimmt, die ich mit Sicherheit erkannte. Hoffentlichbildet diese Ausgabe die Unterlage von Ermittelungen seitens der berufenen Specialforscher; die Ergeb-nisse derselben gelegentlich zusammenzufassen und sie den Subscribenten und sonstigen Käufern desWappenbuchs in einem oder einigen Ergänzungsblättern nachzuliefern, will sich der Verein Heroldjedenfalls vorbehalten.

Die Inhalts -Del,ersieht ist so eingerichtet, das jeder Besitzer des Wappenbuchs die künftigenBestimmungen nachtragen kann. Die Ueberschriften sind aus Cursiv gesetzt, die Bestimmungen ineckige, die Erläuterungen in runde Klammem gesetzt. Die späteren Hunde sind in der Uebersicht

durchweg durch eine entsprechende Bemerkung gekennzeichnet.

Berlin, Januar [893.

Gustav A. Seyler.