B. Landwirtliscliaft. XII. Der Gartenbau.
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von Zierbäamen und Sträuchern. Beide Herren haben ausserdem insehr nützlicher Weise für die Ausstellung gewirkt: derErstere hei derOrdnung der temporären Ausstellungen, und der Letztere als Leiterder später zu erwähnenden Baumschule. Von M. Wolfram in Ober-döbling eine Gruppe hochstämmiger Hosen und Agaven, und vonLucas Bachraty in Liesing ebenfalls Hosen ausser Coniferen undanderen Gehölzen.
Die Betheiligung seitens der Privatleute war nur eine sehr geringe.Emil Rodeck, ein für die Hebung des Gartenbaues Viel leistenderPflanzenliebhaber Wiens, stellte hübsche Sortimente von buntblättrigenGehölzen, Coniferen und Ilex aquifolium, und der Hofgärtner EduardPohle desFürstlich Liechtenstein’schen Gartens in Eisgrub sehrgrosse Arancarien aus.
Aus einem mehr begünstigten Klima, als dem unserigen, kamendrei mächtig grosse, sehr schöne Gamelien, pyramidenartig gezogen,die die Handelsgärtner ’Gebr. Rovelli in Pallanza, Italien, als Probenvon Pflanzen, wie sie in ihren Baumschulen vorräthig sind, ausgestellthatten. Der grösste Theil dieser Pflanzen diente zur Ausschmückung desFloraplatzes.
Schliesslich befanden sich um den Pavillon des Fürsten von Monacoeinige die dortige Gegend charakterisirende Pflanzen, nämlich zweiAgave amcricana, die den grössten Theil der Ausstellungszeit bemühtwaren, ihre ungeheuren Blumenstiele zu entwickeln, ferner Ficus,Cacteen und Phormmm.
In Bezug auf Arrangements von Blumenbeeten, die den Anlagenso sehr zur Zierde gereichen können, war eigentlich nichts Heues ge-leistet.
Am geschmackvollsten waren die von dem königl. ObergärtnerWalter in den deutschen Gärten ausgeführten und die in den grossenAnlagen der Generaldirection; aber die speciell für die Concurrenz ange- %legten entsprachen nicht dem jetzigen Standpunkte des Geschmackes. ZweiTeppichgruppen des Obergärtners der k. k. Gartenbaugesellschaftin Wien waren interessant durch die Mengeder angewendetenSpecies,ohne auf Schönheit mehr Anspruch machen zu können, als die vomHandelsgärtner Franz Freilich in Gaudenzdorf bei Wien.
Während eines kürzeren Zeitraumes blühten in den Anlagen inGrösse, Farbe und Zeichnung der Blumen gleich gut ausgebildete Violatricolor maxima von H. Wrede in Lüneburg und ein Beet mit Gladio-lus von Charles Verdier fils in Paris. Die Vollkommenheit beiderPflanzenarten war ein gutes Zeugniss für ihre Züchter; sie zeigten einendurch gute Cultur und überlegte Auswahl der zur Fortpflanzung be-stimmten Exemplare hervorgebrachten Fortschritt. Im Spätsommer
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