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B. Lanclwirthschaft. X. Die Schafe.
Beiläufig gesagt:
Die verbessertenFrankenschafe z. B. zeichnen sich durch guteKörperformen, schweres Gewicht, durch Schnellwüchsigkeit, Frühreifeund erstaunliche Fruchtbarkeit vortheilhaft aus. Ihr Fleisch ist zartund deshalb in Paris theuer bezahlt. Die Wolle ist eine gut bezahlte,sehr begehrte Kammwolle von mittlerer Feinheit. Alle diese Eigen-schaften haben schon die Aufmerksamkeit bedeutender Landwirthe inden Provinzen Sachsen, Hannover und Westfalen auf dieses Thiergelenkt, das sich für den Uebergang zur Fleischschafzucht im Ganzenbesser noch eignet, wie das dem englischen Fleischschafe entschiedenferner stehende Merinoschaf.
Die gemachten Versuche haben die Erwartungen durchaus gerecht-fertigt; der umfänglicheren Verbreitung dieser süddeutschen Schafesteht zurZeit nur der ungewöhnlich hohe Preis dieser Thiere entgegen.
Von englischen Racen waren besonders viele langwollige ausge-stellt, doch dabei keine Leicester, nur die Cotwoldsund Lincolns;ferner dieMischracen der OxfordshiredownundShropskiredowns,deren Wolle noch ein geschlossenes gestapeltes Vliess bildet, endlich diekurzwolligen Racen der Southdowns und der Hampshire Downs.
Von den Mischracen der Shropshire und der Oxfordshire istbei den ersteren eine entschiedene Vervollkommnung in Körperformenzu constatiren und bei den letzteren eine grössere Gleichartigkeit derIndividuen im Plabitus der Wolle und der ganzen Körperbildung. Dieneuerdings viel importirten Hampshire Downs Hessen in Ansehungder Körperformen noch viel zu wünschen übrig.
Am auffälligsten vielleicht war der Fortschritt bei dem Strebenin der Soutkdownrace ein grösseres Körpermaass zu etabliren, durchdie Ausstellungsthiere documentirt.
Nach den deutschen Erfahrungen, dass bei den Southdown-Ivreuzungsthieren die Feinheit und der Werth des Fleisches doch nichtauszugleichen vermögen, was denselben — im Vergleich mit den Nach-kommen der grossen englischen Racen ■— an Gewicht abgeht, haben ebendiese grossen Racen vielfach die Southdowns für den Kreuzungs-zweckverdrängt. Möglich, dass gerade deshalb die englischen Soxitli-downzüchter in Deutschland besonders grosse Thiere ausstellen.
Von deutschen Zuchten zeichneten sich die Southdown vonStahlschmidt zu Canena bei Halle, die des Baron von Magnus inDrehsa, und die von Neide in Seschwitz bei Breslau, ferner dieOxfordshire der Herren Böttcher zu Lafferde im Hannoverschenund Brauer in Skludzewo vortheilhaft aus.
Herr Schön zu Breslau in der Lausitz hatte Shropshiredowneigener Zucht ausgestellt.
Gegenüber den Fleischschafen und Landracen waren die Merinosin bedeutend überwiegender Mehrzahl ausgestellt.
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