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Gruppe II. Forst- und Landwirtschaft.
gleich nur in vier Exemplaren, präsentirte sich auch das EgerländerVieh. Von den in Oesterreich weit verbreiteten und über die Landes-grenze hinaus bekannten heimischen Viehstämmen war der Monta-funer am schwächsten und leider zum grösseren Theil durch Thierevertreten, welche die ganze Schönheit dieses Stammes nicht vollkommenWiedergaben. Das aus Steiermark ausgestellte Mürzthaler, Ma-riahofer und nie der steie r is che Vieh war zwar im Allgemeinensehr schön, doch schien es, als habe die Züchtung desselben währendder letzten Jahre wesentliche Fortschritte nicht gemacht. Der sehr gutrenommirte und nicht nur aus seiner Heimath, sondern auch aus vielenanderen Gegenden Oesterreichs ziemlich zahlreich vorgeführte Pinz-gauer Stamm liess durchgängig eine noch etwas bessere Abrundungund Verfeinerung der Formen als wünschenswerth erscheinen. Ziller-thal-Duxer Vieh, das früher sehr geschätzt war, nun aber den Anfor-derungen der Zeit nicht mehr entspricht, fand sich nur durch zwei Stierevertreten. Das fremde, nach Oesterreich eingeführte und zur Ausstel-lung gelangte Vieh war fast durchgängig vortrefflich gezüchtet undoffenbar sehr rationell gehalten, wie z. B. die Holländer, Schein-felder, die mausgrauen Schwäbisch-Limpurger, welche im Kata-log fälschlicherweise als „ Algäuer“ figurirten, und die Algäuer. Unterden letzteren zeigten namentlich die von den Fürsten Schwarzen-berg ausgestellten Stücke recht gute Fleischformen, wie man sie in derHeimath dieser Thiere nur selten entwickelt findet. Während das inOesterreich gezüchtete Simmenthaler und Berner Vieh in jederBeziehung befriedigte, konnte man das Gleiche von dem S'chwyzerVieh, abgesehen von vereinzelten, sehr schönen Stücken, nicht behaup-ten, ein Umstand, der für denjenigen befremdend sein musste, demnicht unbekannt war, dass die Züchtung gerade dieses Viehstammesin der Schweiz während der letzten Jahre erheblich gefördert wurde.
In der ungarischen Abtheilung zog zunächst das graue Step-penvieh in verschiedenen Schlägen durch Menge und fremdartiges Aus-sehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die heimathliche Haltung diesesViehs war durch eine sehr vollständig ausgestattete Mustergulyain anziehender Weise vorgeführt. Es mag dasselbe für die unwirthlichePuszta und für die Fleischversorgung Oesterreichs von nicht zuunterschätzender Bedeutung sein, aber bis dieses rohe ungeleckte Ma-terial den Anforderungen, die man gegenwärtig an Fleischvieh stellt,nur einigermaassen zu genügen vermag, fehlt noch sehr viel. Dass esübrigens bildsam und verbesserungsfähig ist, bewiesen einige wenigevon Baron Romaszkan in der österreichischen Abtheilung ausge-stellte wirklich gut gezüchtete Stücke der podolischen Race. Wei-ter fand sich in der ungarischen Abtheilung eine Menge gemästeterThiere, 62 Proc. von allem auf der ganzen Ausstellung vorhandenen