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2 (1874)
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863
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B. Landwirthschaft. YII. Die Fischerei.

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Dorsches bei den Lofoden im Westfjord eingenommen, hat. Wahr-scheinlich steht dieses Wechseln der Laichplätze mit unterseeischenStrömungen und Temperaturverhältnissen in Verbindung, und wir glau-ben, die norwegische Regierung würde sich ein grosses Verdienst er-werben, wenn sie von ihren zahlreichen Stationen aus diese Gesichts-punkte genauer ins Auge fassen Hesse, wie denn überhaupt die unter-seeischen Meeresströmungen und Tiefentemperaturen noch lange nichtgenug in ihrer Beziehung zum Fischlehen erforscht scheinen.

In Schweden ist wie inNorwegen die Fischerei streng geregelt,dasselbe lässt sich auch von R u s s 1 a n d so wie von H o 11 a n d, F r a n k r e i c h,Grossbritannien und den Vereinigten Staaten sagen; in allen die-sen Ländern hat daher die Fischerei einen gedeihlichen Fortgang. AuchDeutschland wird ihnen hoffentlich bald nachkommen, sobald erst dasneue Fischereigesetz, das vorläufig freilich nur für Preussen gilt, inKraft treten wird. Dass auch die Hochseefischerei sich wieder heiuns hebt, dafür spricht das Aufblühen der Emden er Häringsfischereisowie die Anstrengungen vieler einzelner Fischer an den Nordsee-küsten und den Flussmündungen daselbst.

Auch das Binnenland zieht jetzt grösseren Nutzen aus der See-fischerei, indem Seitens der verschiedenen Bahnverwaltungen für denTransport frischer Fische mit grossem Entgegenkommen besondereErmässigungen bewilligt sind. Der Absatz des Products ist demnacheinerseits schon auf diese Weise gesichert, andererseits ist man durchdie besseren Conservirungsmethoden in den Stand gesetzt, einen grossenTheil der Fische zu Conserves zu verarbeiten, die ebenfalls im Binnen-lande willige Käufer finden. Den wichtigen Artikel der Fischcon-serves können wir hei unserer Besprechung der Ausstellungsobjecteunberücksichtigt lassen, da er von der sachkundigen Hand des HerrnProf. Dr. Carl Eugen Thiel in Darmstadt in Gruppe IV., Nahrungs-mittel etc., besprochen ist B-

Als Belag für die grosse ökonomische Bedeutung der Fischereimögen hier nur einige statistische Daten folgen.

Norwegen exportirte im Durchschnitt der letzten Jahre unteranderen:

1 Mill. Tonnen Häringe ä circa 9 fl. österr. Werth 9 000 000 fl. österr.25 Kg Klippfisch k 17 fl. pr. 100 Kg 4 250 000,,

15 Stockfisch ä 15 fl. pr. 100 Kg 2 250 000,,

1 Stück Hummer ä 12 kr. 200 000

1 Kg Fischguano. 90 000

Frische Fische und Conserven .... 600 000

Der Gesammtertrag der norwegischen Fischerei stellt sich aufcirca 27 930 000 fl. österr. oder circa 54 Mill. Rmk.

H Yergl. Bd. I, S. 307.