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2 (1874)
Entstehung
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862
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Gruppe II. Forst- und Landwirthschaft.

eine Karte der Adria von Dr. Syrski und Prof. Accurti in Triest,eine ähnliche von der königl. ungarischen Seebehörde, diverse Kar-ten des Herrn v. Yhlen über die schwedischen Fischereien, eine Kartedes Herrn M. (f. Hetting über norwegische Fischerei etc.

In dem Pavillon der österreichischen Handelsmarine fandensich auch noch einige Apparate von Privatausstellern, wie z. B. einTiefl oth ohne Leine, eine Zange um Grundproben zu entnehmen etc.Dieselben waren aber zum Theil sehr complicirt und finden nament-lich die Grundzangen jetzt wenig Anwendung mehr, seitdem fast jedesExpeditionsschiff mit einer Dampfwinde versehen wird und man so imStande ist, seihst bis auf 3000 Faden Tiefe mit dem Schleppnetz vielgrössere Quantitäten Meeresgrund mit Leichtigkeit emporzuschaffen.Zu den wissenschaftlichen Arbeiten gehören noch mehrere Publicatio-nen über Fischerei, vor allen die treffliche Broschüre von II. B. (Her-mann Baars?) über die Fischereiindustrie Norwegens, abgedrucktim norwegischen Katalog, ferner die vom Staatsrath AlexanderSch ultz : Notice sur les Pechcrics et la Chasse aux Phoques dans la Merblanche , VOcean glacial et laMer caspienne, Petersburg 1873, die vonTheodor Sondakevicz: Notice sur le progres de la Pisciculture enEussie, St. Petersburg, mehrere Schriften von M. J. deBont in Holland,sowie die betreffenden Notizen in verschiedenen Specialkatalogen.

Diese Publicationen setzen uns am besten in den Stand, ein Bildzu gewinnen von der

5. Lage cler Fischerei und deren Ertrag.

In einzelnen Ländern, so z. B. namentlich in Oesterreich-Ungarn,ertönt dieselbe Klage über Abnahme der Fischer wie bei uns, undwerden auch zum Theil dieselben Ursachen angeführt: Schonungslose

Ausrottung der Fische mit unzweckmässigen Geräthen, Betrieb nachaltem Herkommen, Mangel einer Schonzeit, Tödten der Fische mittelstgiftiger oder explosibler Stoffe etc. Ueberall wünscht man als bestesGegenmittel gute Fischereigesetze herbei, wie solche denn auch in Italienund Bussland in den letzten Jahren bereits ins Leben getreten sindund in Preussen eines bevorsteht (ist inzwischen erlassen)^

In R u s s 1 a n d wird eher über Zu- als über Abnahme der Fische berich-tet; das Kaspische Meer namentlich ist so reich an Fischen, dass nachSondakeviczAngabe der Ertrag dort fast doppelt so gross sein soll alsan der berühmten Bank von Neufundland. In Norwegen ist auchkeine Abnahme, wohl aber eine Veränderung der Fischplätzeeingetreten, indem der Dorsch zum Theil von den Lofoden weiternördlich nach dem Eismeer gezogen ist, dagegen der sonst an derSüdwestküste Norwegens reichlich vorhandene sogenannte Winter- oderVaarhäring (eigentlich Frühjahrshäring) theilweise die Plätze des