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2 (1874)
Entstehung
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856
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Gruppe II. Forst- und Landwirthschaft.

Von den 355 172 österreichischen Joch (204 417 Ha) oder ca. äö 1 /^ Qua-dratmeilen des fürstlichen Gesammtareals kommen allein 165'60 Joch(95'31 Ha) auf Teiche. Ausserdem nennen wir die gleichfalls treff-lichen Exemplare aus der Teichwirthsehaft des Grafen Jaromir Czer-nin von Chudenitz zu Nenhaus in Böhmen.

Unter den für Sammlungszwecke conservirten Fischen etc.ragten besonders hervor die zahlreichen nutzbaren Wasserthiere desAdriameeres in der Ausstellung der lt. k. österreichischen See-behörde und des Civico-Museums in Triest, die aufs Heue einenBelag dafür gaben, dass die südlicheren Meere weit reicher an Artensind als die nördlichen. Aber auch bei der Fischerei gilt das alteHonmulta, sed multum ; viele Exemplare einer Art nützen dem Fischerweit mehr als wenige Thiere vieler Arten, wie bereits von Herrn Prof.Möbius in den Berichten über die deutsche Ostseeexpedition hervor-gehoben ist. Wir haben daher denn auch den Sammlungen aus dennordischen Meeren, trotzdem sie einen weniger grossen Formenreich-thum zeigen, eine ganz besondere Beachtung zu schenken und findendazu die beste Gelegenheit bei der trefflichen Sammlung norwegischerFische des Museums in Bergen, wo besonders auch die zahlreichenHärings Varietäten gut vertreten waren.

Nicht minder Aufmerksamkeit verdienten die trefflichen Lachse inverschiedenen Jahrgängen von Herrn v. Yhlen in Gothenburg und dievom Gothenburger Museum ausgestellten Landesfische. Des voll-sten Interesses der Fachmänner genoss ferner die Sammlung der wis-senschaftlichen Commission in Kiel, die leider so versteckt ineinem Winkel der deutschen Agriculturhalle hatte Platz nehmen müssen,dass sie vom grossen Publicum wenig beachtet wurde. Hier warenvon Herrn Prof. Möbius ausser einer Anzahl Fische aus der KielerBucht namentlich eine reiche Sammlung wirbelloser Thiere derOstsee vor geführt und dabei diejenigen, welche als Fischnahrungwichtig sind, wie z. B. die kleine zu den Krebsthieren gehörendeTemora longicornis, von der man einmal 18 000, ein ander Malgar 60 000 Stück in einem Häringsmagen fand, durch besondere Eti-quetten ausgezeichnet. Eine grosse Zahl von zoologischen Präpara-ten von Wasserthieren fand sich in den verschiedenen Unterrichtsabthei-lungen vor, für unseren Zweck aber müssen wir diese hier übergehen.

2. Künstliche Zucht von Wasserthieren.

Die künstliche Fischzucht ist jetzt zur Tagesfrage in der Fischereigeworden. Wir sehen an allen Orten derartige Anstalten entstehenund müssen gerade dies als einen bedeutenden Fortschritt der letztenJahre bezeichnen. Nicht als ob wir von der künstlichen Fischzucht