B. Lanclwirthscliaft. V. Die Bienenzucht. 847
Leiste aufzuliegen kam und nicht so fest angekittet werden konnteals das sonst aufliegende Holz.
Ferner: Dzierzon-Kästen mit den längst überwundenen Schub-kasten, Transportkästen und ein ganzes Bienenhaus, in welchem dieseGegenstände theilweise aufgestellt waren. Statistische Druckschrift :Die Bienencultur der 'Schweiz und Tableau zur Statistik des Bienen-staates von Professor Menzel.
Die Bienenstöcke waren schön und die innere Einrichtung mitVerstäudniss gearbeitet, nur für gewöhnliche Trachtverhältnissezu gross.
Da es kein Land in Europa giebt, in welchem so viel Honig ge-nossen wird wie in der Schweiz, so muss dort die Bienenzucht einesehr lohnende Beschäftigung sein, dazu kommt noch, der in den letztenJahren so sehr in Aufschwung gekommene Handel mit italienischenBienenköniginnen in der italienischen Schweiz, so dass man annehmenkann, dass die Bienenzucht im Allgemeinen der Schweiz grosse Sum-men einbringen muss.
Italien hatte sich durch seine sehr reich beschickte Ausstellungbesonders hervorgethan. Es waren Bienenstöcke in allen Formen vor-handen, so ein fassähnlicher, einer ans länglichen Brettern, ein korb-ähnlicher, ein viereckiger, wo das Flugloch auf das ganze Stirnbrettvertheilt war, nämlich durch Bohrlöcher oben, in der Mitte und unten.Ein der deutschen Pudelmütze ähnlicher Stock, einer aus Ruthengeflochten und mit Kuhmist verschmiert. Ein Lagerstock, eine Beuteä la Dzierzon, ein Bauernstock, ein Stock mit umgestülptem Dache,Weiselzuchtstock. Zahlreiche Geräthschaften. Modelle von Pavillons,Bienenschauer etc.
Die wissenschaftliche Seite war auch sehr reich vertreten durchPräparate in vergrössertem Maassstabe; die Bienenlarve bis zur vol-kommenen Ausbildung der Biene. Die drei Bienenwesen in Photogra-phien in sehr grossem Maassstabe, Werke über Bienenzucht in ita-lienischer Sprache und Photographien berühmter und gelehrter Bienen-züchter.
Es waren auch künstliche Mittelwände, in welchen zur Verstär-kung beim Ausschleudern eine Einlage von Papier, Baumwollenzeugoder Stanniol sich befand, ausgestellt, welche auch theilweise schon an-gebaut waren.
Die italienische Ausstellung war die nach dem deutschen Reicheam meisten beschickte. Dieses Resultat ist wohl den Männern zu dan-ken, welche sich in den letzten Jahren besonders mit Bienenzucht be-schäftigten und die weite Reisen alljährlich zu den Wanderversamm-lungen deutscher Bienenwirthe mit dem besten Erfolge machten undso mit den Fortschritten in Deutschland gleichen Schritt hielten.