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2 (1874)
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839
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B. Landwirtliscliaft. IV. Die Wolle.

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wie weit sie für die eigene Zucht hierin gehen müssen, das ist ihreSache. Für den Eindruck auf Ausstellungen tkun sie sich aber ent-schiedenen Schaden durch Nebeueinanderstellung zu verschiedenartigerProben. Der Beschauer will ein möglichst entschiedenes Bild von derverfolgten Zuchtrichtung, und sieht in der Gleichartigkeit der Probendie Garantie guter Vererbung.

Ausser den Genannten wurden noch folgende Herren für die dritteAuszeichnung vorgeschlagen: Jentsch in Brokotschine, Graf Burg-haus in Laasan, Gudewill in Schimmelwitz, Mo ssner in Oberschönau,von Wiedebach-Nostitz in Beitsch, von Pannwitz in Burgsdorf,Ziegler in Dambrau, Müller in Grossböhla, Lehste in Coverden, L.Thon in Sontra und Richter in Buxtehude für Langwollen.

Die Wollsammlungen der landwirthschaftlichen AkademieProskau waren schon von Paris her bekannt und verschafften ihremberühmten Veranstalter wiederum die verdiente Anerkennung. Ebensowurde die Sammlung der Akademie Eldena, diejenige des balti-schen Vereins und eine Sammlung des Schleswig-Holsteini-schen landwirthschaftlichen Vereins von Langwollen belobt.

Von Bedeutung war ferner die württember gische Collectiv-ausstellung, welche in grösster Sorgfalt und Vollständigkeit einBild der dortigen Schafzucht vorführte. Ich bedauerte, nach demdurch Beschluss der Jury festgestellten Princip, dass die einzelnenBetheiligten nicht durch wohlverdiente Prämien ausgezeichnet wer-den konnten; man musste sich darauf beschränken, die ganze Samm-lung mit der Verdienstmedaille zu belohnen und ihrem Veranstalterdie Mitarbeitermedaille zu votiren. Süddeutschland war ferner nochdurch einige Sammlungen aus Bayern entsprechend vertreten.

Eine selbstständige Collectivausstellung, deren hervorragende Be-deutung von der Jury anerkannt wurde, war von Mecklenburgveranstaltet. Auch diese war^nach einem einheitlichen Plane, aber ab-weichend von dem derschlesischen Ausstellung, arrangirt, indemnämlich aus jeder der vertretenen 16 Herden ein grosser Kasten mitgrösseren ungewaschenen Vliessabschnitten und grösserer Anzahl vonProben in Glasdosen ausgestellt war. Lensckow und Boldebuckstellten ausserdem in den durch ersteren zuerst in Paris vorgeführtenApparaten einen vollständigen Wollerundschnitt um den ganzen Körperdes Thieres, Gr esse ein fabrikmässig gewaschenes Vliess aus.

Der Berichterstatter, welcher als mecklenburgischer Landes-commissar die Wiener wie früher die Pariser Ausstellung zu arrangirenhatte, kann natürlich nicht darüber entscheiden, ob eine solche Vor-führung in zahlreichen grösseren Proben und Abschnitten ungewasche-ner Vliesse oder diejenige eines gewaschenen Vliesses ein klareres undbesseres Bild der Herde liefert. Ich gebe zu, dass, wenn es ausnahms-weise verstattet ist, die Vitrine öffnen und das Vliess auseinanderlegen