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Gruppe II. Forst- und Landwirtkscliaft.
leider manche von den im Katalog aufgeführten Ausstellern nicht -ver-treten waren, so war die Ausstellung doch eine sehr reichhaltige. DasArrangement war wieder in der von Paris her bekannten Weise— gewaschene Vliesse in sicheren Glaskästen — von Herrn Eignervon Gronow mit bekannter Geschicklichkeit getroffen. Landwirth-schaftliche Akademien und Vereine und andere einzelne Ausstellerschlossen sich mit Sammlungen und geschmackvollen Einzelausstellungenin so vortrefflicher Weise an, dass man sich nur über eine so würdigeRepräsentation deutscher Schafzucht zu freuen hatte.
Ob es richtig ist, die Vliesse alle gewaschen vorzuführen, darübersteht dem Berichterstatter kein entscheidendes Urtheil zu; einen Nach-theil aber bietet diese Art der Vorführung sicher, wenn die Wäschenicht überall gleich gut gelungen ist. Dies war — und mit dieserBemerkung ist, glaube ich, aller mögliche Tadel gegen diese Ausstellungerschöpft — in Wien nicht überall der Fall, und die Möglichkeit, die altenVliesse vom vorigen Jahre noch nach der Eröffnung der Ausstellunggegen Vliesse von diesem Jahre umzutauschen, was auch aus anderenGründen in manchen Fällen wünschenswerth gewesen wäre, war vonden Ausstellern nicht benutzt. Die Jury erkannte die Vortrefflichkeitder Ausstellung durch Qualität und Zahl der Prämien an. Die HerrenLehmann in Nitsche, von Rudzinsky in Liptin, Mens in Carls-dorf und Wechowsky in Graase wurden zur Fortschrittsmedaille, dieHerren Graf Stosch in Mauze, El.sner von Gronow in Kalino witz,HerzogvonUjestin Slawentzitz, GrafSchulenburg in Triebusch,Graf von Rottkirch undTrach in Panthenan, vonMitschke inCollande, Gr af York von Wartenburg in Klein-Oels, von Stegmannund Stein in Stachau, von Wechmar in Zedlitz, von Brünneckin Bellschwitz, Mentzel in Gutentag, vonGhlapowsky inKopaszewo,von Homeyer in Ranzin, und Holtz in Saatei wurden zur Verdienst-medaille in Vorschlag gebracht. Die beiden letztgenannten Herden,welche für die Züchter" von Kammwolle bereits eine grosse Bedeutunghaben und sicher noch mehr bekommen werden, hätten es, glaube ich,zu noch grösserer Anerkennung bringen können, denn Saatei hättenach dem, was ich früher davon gesehen habe, ein ausgeglicheneres Vliessvorführen können, und die sehr vollständige und instructive Ausstellungvon Proben, Garn u. s. w. von Ranzin wurde innerhalb der betreffen-den Kategorie beeinträchtigt durch das daneben ausgestellte Vliess,welches, wenn auch an sich schön, doch von zu abweichendem Charak-ter war. Ich erlaube mir hier eine Bemerkung einzuschalten, freilichohne speciellen Bezug auf die Ranziner Ausstellung, welche sich miraber bei einigen anderen Ausstellungen von Proben aufgedrängt hat.
Besitzer von Stammschäfereien sprechen es häufiger aus, dass siesich verpflichtet halten, verschiedenartigen Ansprüchen in ihren Her-den genügen zu können. Ob und wie weit sie daran recht thun und