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2 (1874)
Entstehung
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836
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Gruppe II. Forst- und Landwirtliscliaf't.

Mit diesen Bemerkungen will ich mir nicht im Entferntesten einabsprechendes Urtheil über die Zucht des Electoralschafes erlauben,ich kenne seine hohe Bedeutung für die Gegenden mit extensivenWirthsehaften und massigem Boden oder mageren Weiden und für dieFabrikation, ich will aber sagen, dass auf Ausstellungen von Wolle diehochfeinen Wollen zu grösserer Anerkennung kommen müssen, alsandere, die für die praktische Laudwirthschaft grösseren Werth haben,dass diese letzteren deshalb von vornherein weniger zahlreich vertretensind, dass je höher die landwirthschaftliche Cultur in einem Lande steigt,desto mehr das Ziel, edle Wolle zu produciren, in den Hintergrundtritt, und dass es also fehlerhaft sein würde, von den Ausstellungenund gar den erhaltenen Prämien ganz zutreffende Rückschlüsse machenzu wollen auf den Standpunkt der landwirtschaftlichen Cultur undselbst der vorherrschenden Zuchtrichtung in den einzelnen Ländern.Die Landwirtschaft will auf den Weltausstellungen auch gern dasIhrige beitragen, damit das Vaterland in gutem Lichte auftrete; siemuss vertreten sein, damit das Ausland sieht, dass und resp. ein wiewichtiger Factor sie im wirtschaftlichen Leben desselben ist; unterdemjenigen, was sie vorführen kann, ist Wolle mit das geeignetsteObject, und sie führt dieselbe vor in denjenigen Qualitäten, welche fürdie Ausstellung am geeignetsten sind. Mancher einzelne Züchter aberwird sich auch gern beteiligen, um die Freunde seiner Zuchtrichtungan sich zu erinnern und sich eine grössere Bekanntschaft zu gewinnen.

Wenn die Verhältnisse so liegen, so wird es sich bei einem Rück-blicke auf die Weltausstellungen nicht so sehr darum handeln können,zu constatiren, ob das einzelne Land in seiner Schafzucht Fortschrittegemacht, sondern wesentlich nur darum, ob es seine Wollen zweck-mässiger, übersichtlicher oder eleganter auf einer späteren als aufeiner früheren Ausstellung vorgeführt hat.

Nach dieser Richtung hin muss anerkannt werden, dass in WienUngarn der Preis gebührt. Die Unbeschränkt eit im Raume unddie Leichtigkeit des Transports sind von den geschickten Leitern derAusstellung desselben mit grossem Erfolge benutzt. Fast 100 Aus-steller hatten meistens je vier gewaschene und ungewaschene Vliesse inden den schlesischen ähnlichen Vitrinen und ausserdem je einen Sackin höchst zweckmässiger und eleganter Ausstattung mit einem grossenQuantum gewaschener Wolle ausgestellt. Die Wäsche aber war durch-weg eine so ausserordentlich gelungene, dass man sie kaum für eineRückenwäsche gehalten hätte, wenn nicht versichert wäre, dass siedies sei. Die Thiere sollten in 32 Grad warmem Wasser mit Seifen-wurzel gewaschen sein, und dann eine kalte Douche von grosser Höheherab erhalten haben.

Vorwiegend zeigten die Wollproben die Merkmale der Electoral-