Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
809
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B. Lanchvirthschaf't. II. Die landwirthschaftl. Maschinen. 809

Arbeiter auf der Dreschbühne beinahe unmöglich, und man wird wegender gleichmässigeren Geschwindigkeit der Maschine ein besseres Dreschenund ßeinigen erzielen, kann aber die Maschine nicht forciren wie beischwerer Trommel.

Olayton hat an seinen anderen Maschinen auch noch eine Klappeüber der Trommel angebracht, durchweiche man jederzeit die Ti-ommelganz zudecken kann und so die Gefahr wenigstens dann vermeidet,wenn nicht eingelegt wird.

An den Trommeln finden immer mehr die Schlagleisten nachGoucher’s Patent Eingang, welche Clayton in Stahl walzen lässt undso eine grössere Härte und Dauer erzielt, als in schmiedebarem Gusseoder in Schmiedeeisen möglich ist.

Für schwere Trommeln eignen sich so leichte Schläger nicht,Garrett hat deswegen Schlager von getempertem Gusseisen gemacht,ähnlich wie zwei an einander gelegte Goueher’sehe Schläger. Istdann die eine Seite abgenutzt, so kann man die ganze Trommel um-drehen und nun mit der anderen Seite arbeiten.

Die Strohschüttler findet man noch immer ziemlich verschiedenausgeführt, namentlich mit einer Kurbel, mit zwei Kurbeln und mitrotirenden "Walzen und Hebedaumen. Bei den schon mehr erwähntenVersuchen in Cardiff zeigte sich, dass alle drei Systeme ihrem Zweckevollkommen entsprechen, wenn sie richtig angebracht werden.

Bei den Sieben und Gebläsen ist wenig Neues zu bemerken;hier hängt auch die Güte hauptsächlich von den richtigen Dimensionenund der Geschwindigkeit ab.

Mehrere Fabrikanten haben Vorrichtungen an ihren Maschinen,um die ausgeblasene Spreu zu heben und in Säcken apzusammeln, nach-dem vorher derselbe Wind, welcher sie aus der Maschine herausge-geblasen hat, noch den Staub von ihr entfernt hat. Nalder & Nal-der haben eine äusserst einfache Vorrichtung, um die Spreu in grosseSäcke zu sammeln. Sie setzen unter die Oeffnung, durch welche dieSpreu auf den Boden fallen würde, ein Brett mit einem Loche, unterwelchem ein Sack hängt, in den die Spreu fällt. An einem zweitenLoche desselben Brettes hängt ein leerer Sack, und wenn der erstevoll ist, braucht man nur das Brett zu verschieben, um den zweitenunter die Oeffnung zu bringen, wo er sich füllt, während ein leererSack an Stelle des vollen gesetzt wird.

Als Elevatoren sind jetzt fast ausschliesslich Becherwerke inAnwendung. Der eine kurze Zeit so berühmte Wurfelevator vonBruckshaw und Underhill wird nur noch auf Verlangen gemacht.

Die Sortirtrommeln sind theils mit unveränderlicher Weite, theilszum Enger- und Weiterstellen eingerichtet. In Paris war hauptsäch-lich Penney’s Sortirsieb vertreten, bei welchem die einzelnen Drähtean einer Drahtspirale von veränderlicher Länge befestigt sind, und das