A. Forstwirtschaft.
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Ungefähr der zehnte Tlieil des ganzen Waldes ist Staatswald. VonForstcultur, von Forstwirtschaft überhaupt weiss der Katalog nichtszu erzählen, ausser von der Benutzung. Wünschen wir dem Lande,dass die Cultur Schritt halte mit letzterer.
8. Schweden.
Schweden hatte eine kleine forstliche Ausstellung von Sämereienund Hölzern geliefert, ebenso Torf. Ein sehr gut gearbeiteter Spe-cialkatalog enthält unter anderen auch gute Angaben über die Forst-wirtschaft.
Ein grosser Theil der Wälder, nämlich die Lapplands, sind nochnicht vollständig vermessen und noch nicht zwischen Krone und Be-wohnern getheilt. Man kann annehmen, dass die Waldungen eine Flächevon 17 569 000 Ha oder 42'8 Proc. des Festlandes einnehmen, davonkönnen 20 Proc. der Krone, 80 Proc. den Privaten zugerechnet wer-den ; doch ist die Krone seit alten Zeiten im Besitze der Eichenwälder,die auf einem Theil der Privatgrundstücke liegen. Hauptholzarten sindKiefern, Fichten mit Birken, Erlen und Espen; im Süden Eichen undBuchen. Die „allgemeinen“ Wälder (Forsten) stehen unter dem Finanz-departement. Die Forstdirection giebt jährlich Berichte heraus unterdem Titel: Bidrag tili Sveriges officela Statistik. Q). SJcogsväsendet(Forstwesen). Die Bewirtschaftung erfolgt durch sieben Forstinspec-toren, 76 Jägermeister (Revierverwalter) und 273 Kronjäger undForsthüter. 1872 Einnahme 825 000 Rigsd., Ausgabe 354000 Rigsd.Einem riesenhaften, einheimischen Yerhrauch tritt ein bedeutenderHolzexport zur Seite, da man letzten auf 30 000 000 cbm jährlichveranschlagt.
Zur Hebung der Forstwirtschaft wurde schon 1828 ein Forstinstitutin Stockholm errichtet. Die Anstalt hat 4 Lehrer und zählte 18708 Schüler. Für die Ausbildung der Schutzbeamten sind sechs „Forst-schulen“ bestimmt. Jeder derselben, steht ein Lehrer vor, und ist ihmzur Aushilfe beim Unterricht noch ein Forstmann beigegeben. DerCursus ist einjährig. 1870 besuchten diese Forstschulen 63 Schüler.Ausserdem noch eine vom Staate unterstützte Privatschule mit 13Schülern. Bei allen diesen Schulen ist unentgeldlicher Unterricht.
9. Russland.
Von dem waldreichen Russland war in forstlicher Beziehung we-nig-für die Ausstellung gethan worden. Die Forstgesellschaft inPetersburg hatte statistische Arbeiten, W. Greschner zu Rogatschevhatte sehr hübsche, mit verschiedenen Salzen imprägnirte und Artillerie-Wiener Weltausstellung. II« 47