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Erste Section.
Tasteninstrumente.
Das Fundament jeder musikalisch theoretischen Entwickelung istdie Erkenntniss der historischen Wahrheit. Diese allein führt zueinem richtigen Urtheile über die Leistungen der Gegenwart, derenWerth erst durch Vergleichung mit den Errungenschaften frühererZeiten festgestellt werden kann.
Wie in der musikalischen Wissenschaft aus dem Alten das Neuehervorwächst, welches berichtigend, ergänzend und weiterführend immerdas Streben nach wahrheitsvoller Darlegung des Stoffes bekunden unddie Lauterkeit der Gesinnung im Behandeln desselben offenbaren soll:so beweisen auch die tüchtig und solid gearbeiteten Mittel zur prak-tischen Ausübung der Tonkunst das fortwährende Ringen nach Ver-besserung des Alten und die stetige Regsamkeit des Erfindungsgeistes,welcher zwar die ewigen Naturgesetze nicht umzustossen und die altenGrundformen nicht ganz zu beseitigen, wohl aber mit besser zubereite-tem Material jene zu klarerem Bewusstsein und diese in sinn- und nutz-reicheren Veränderungen zu höherer Geltung zu bringen vermag. Ge-wiss ist nicht zu leugnen, dass oft die Praxis ohne Zuthun der Wissen-schaft instinctiv auf den Weg des Fortschritts geführt worden ist;niemals ist jedoch die wissenschaftliche Begründung ausgeblieben, wennes galt, der Erfindungskraft,die nöthige Stütze zu geben, ohne welcheauch das fruchtbarste Talent keine nachhaltige Bedeutung gewinnenkann. Die Geschichte der musikalischen Instrumente überzeugt unsvon dieser Thatsache in jeder Epoche, sie lehrt uns in unzweideutigerWeise, dass sich die Begabung auf die wissenschaftliche Erkenntnissstützen musste, um durchgreifende Reformen zu bewirken. Ganz be-sonders macht sich dies in der Entwickelung des