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2 (1874)
Entstehung
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Gruppe XIV. Wissenschaftliche Instrumente.

Holland. Die Grossuhren inclustrie in Holland ist bekannt, warjedoch nur durch ein einziges Exemplar, Haak, Gebr. Cominada& Dnpont, aber in ausgezeichneterWeise, vertreten. DieconstanteKraft (der Selbstaufzug) wirkt alle 30 Secunden und ist einfach undgut construirt, aber nicht neu. Compensation war nicht vorhanden.

Kiek & Casseres hatten eine astronomische Pendeluhr undMarinechronometer ausgestellt. Leider waren die beiliegenden Gang-tabellen zu anderen Nummern als den ausgestellten gehörig. DieArbeit war übrigens sehr gut und die Aussteller machen auch die Spi-ralen selbst.

II o w ä hatte Schiffschronometer ausgestellt, in welchen die secun-däre Compensation etwas einfacher war als in den 1867 in Paris aus-gestellten Instrumenten.

Der Ruf Howäs, als Verfertiger astronomischer Pendeluhrenund Marinechronometer, ist ein fest begründeter und auch diese Aus-stellung war ein neuer Beleg dafür.

Deutsches Reich. Die eigentliche Uhrenindustrie beschränktsich auch in Deutschland wie in anderen Ländern auf gewisse Bezirke.

So hat der Schwarzwald schon lange her seine Pendeluhren-industrie, wozu in neuerer Zeit auch Taschenuhren kamen, von welchenjedoch keine ausgestellt waren.

Die Uhrenindustrie des Schwarawald.es geht thatsächlich bis indie Zeit zurück, wo die Erfindung von ITuyghens, das Pendel als Regu-lator an eine Räderuhr zu hängen, noch nicht bis in den Schwarzwaldgedrungen war, also bis in das Ende des 17. Jahrhunderts. Schon1669 besass ein Pfarrverweser in Neukirch eine Räderuhr. Die ausder früheren Uhrenmacherschule hervorgegangene Filialgewerbehallezu Furtwangen besitzt eine Anzahl älterer Uhren, welche in Verbin-dung mit allen im Laufe der Zeit gemachten Verbesserungen bisauf die neueste Zeit in Wien im Schwarzwaldhause mit Genehmi-gung und auf Kosten Grossherzogi. Handelsministeriums ausgestelltwar; auch die Art der Arbeitstheilung auf dem Schwarzwalde wardargestellt.

Es befanden sich darunter eine Uhr mit Datum und Wochentag ganz in Holz und eine solche mit Getrieben aus Draht, welchebeide noch mit dem Schwungbalken versehen sind die Spindeluhrder Taschenuhren, nur ohne Spiralfeder, wo also nur das durch Blei-gewichte zu verändernde Trägheitsmoment des Balkens zur Regulirungdient. Die beiden Zeiger kamen noch lange nicht aus der Mitte, alsschon das Pendel angewendet wurde. Eine dem Cycloidenpendel sichnähernde Form kurzer Pendel wird noch heute gemacht und ist sehrbeliebt; es wird nämlich das Pendel an die zur Oese umgebogenePendelgabel gehängt. Es befand sich darunter auch eine sogenannte